Nachschubroute des IS gekappt? | Aktuell Nahost | DW | 16.11.2016
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Irak

Nachschubroute des IS gekappt?

Eine schiitische Einheit hat den von der Terrormiliz "Islamischer Staat" besetzten Flughafen der irakischen Stadt Tal Afar eingenommen. Der Luftwaffenstützpunkt liegt rund 60 Kilometer westlich von Mossul.

Militärfahrzeuge der Schiitischen Milizen (Foto: Reuters/Stringer)

Schiitische Einheiten rücken auf Tal Afar vor

Wie die regierungsnahe irakische Schiiten-Einheit mitteilte, habe sie den strategisch wichtigen Flughafen am Mittwochabend unter ihre Kontrolle bringen können. Es sei kurz darauf zu heftigen Kämpfen mit den Dschihadisten des "Islamischen Staats" (IS) gekommen. "Unsere Einheiten suchen nun im Flughafen nach flüchtenden Mitgliedern des Daesch, die sich noch im Gebäude verstecken", hieß es in der Mitteilung. Daesch ist eine andere Bezeichnung für den IS. Nach Angaben der Einheit lief über den Flughafen die letzte Nachschubroute des IS in die schwer umkämpfte Großstadt Mossul.

Wieder Gefechte im Ostteil der Stadt

Seit Mitte Oktober rückt ein breites Bündnis aus irakischer Armee, kurdischen Peschmerga und lokalen Milizen gegen den IS in Mossul vor. Sie nahmen das Gebiet östlich der Großstadt größtenteils ein und drangen auch in Stadtviertel ein. Zuletzt gab es wieder heftige Gefechte im Osten der irakischen Stadt, bei denen nach Armeeangaben mindestens 23 IS-Kämpfer und zehn Soldaten der Regierungskräfte getötet wurden.

Der IS wehrt sich vor allem mit Selbstmordattentätern in mit Sprengstoff beladenen Autos und mit Scharfschützen. Den Extremisten wird vorgeworfen, Zivilisten in der Stadt als menschliche Schutzschilde zu benutzen. Im Mossul sollen sich noch etwa eine Million Menschen aufhalten.

fab/SC (dpa, rtr)

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