Nach dem Genozid: Jesiden im Nordirak | Reporter - Vor Ort | DW | 23.06.2018
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Nach dem Genozid: Jesiden im Nordirak

Im Sommer 2014 sind rund 50.000 Jesiden vor dem Genozid des so genannten Islamischen Staates auf den Mount Sindschar geflohen. Viele haben den Berg seitdem nicht mehr verlassen - zu groß ist die Angst vor ihren muslimischen Nachbarn.

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Zwei Jahre lang waren Kocher und ihre Kinder versklavt vom 'Islamischen Staat' - verschleppt, vergewaltigt, immer weiter verkauft. Ihr Mann Mahmood kämpfte währenddessen gegen den IS. Seit Kochers Befreiung leben sie auf dem Mount Sinschar, dem heiligen Berg der Jesiden. Zu groß ist die Angst, in ihr Dorf zurückzukehren - denn auch ihre muslimischen Nachbarn hatten mit dem IS gemeinsame Sache gemacht. Die Familie lebt in Zelten auf dem Gipfel des Berges - unter einfachsten Bedingungen. Drei ihrer Kinder sind noch immer verschollen. Mahmood hat eine Kalaschnikow in seinem Schrank - zum Schutz vor neuen Angriffen. Eine Reportage von Birgitta Schülke und Sandra Petersmann.