Nach Belästigungsvorwürfen: John Bailey bleibt Präsident der Oscar-Akademie | Filme | DW | 28.03.2018
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Filme

Nach Belästigungsvorwürfen: John Bailey bleibt Präsident der Oscar-Akademie

Mitte März erhielt die Oscar-Akademie eine Beschwerde mit dem Vorwurf, John Bailey sei sexuell übergriffig geworden - Absender unbenannt. Nach Ermittlungen sprach die Akademie ihren Vorsitzenden von den Vorwürfen frei.

Bei einem Treffen der diesjährigen Oscar-Anwärter Anfang Februar sagte John Bailey mit Blick auf die #MeToo-Debatte, die Oscar-Akademie befinde sich in einem Wandel. Man bemühe sich um mehr Vielfalt und habe schärfere Richtlinien gegen Sexismus und Diskriminierung geschaffen.

Doch ausgerechnet er, der Vorsitzende der Oscar-Akademie, sah sich wenig später dem Vorwurf der sexuellen Belästigung ausgesetzt. Am 13. März erhielt die Akademie eine Beschwerde mit unbekanntem Absender, der zufolge der 75-Jährige eine Person am Filmset in einem Transporter auf unangebrachte Weise berührt haben soll. Bailey selbst hatte die Vorwürfe laut "Hollywood Reporter" bestritten. Er sei keiner von denen, die Frauen nicht mit Respekt behandelten.

"Keine weiteren Schritte" notwendig

Die Akademie leitete daraufhin Ermittlungen ein. Nach gründlicher Überprüfung des Vorwurfs, der "sehr ernst" genommen worden sei, habe man diesen nun verworfen, teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences jetzt mit. Es seien außerdem "keine weiteren Schritte" in dieser Angelegenheit notwendig, zitierte das Branchenblatt "Hollywood Reporter" aus der Mitteilung. Damit bleibt Bailey weiterhin an der Spitze der Oscar-Akademie in Los Angeles.

Bailey, der unter anderem beim Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier" hinter der Kamera stand, war im vorigen August vom Aufsichtsrat der Akademie gewählt worden. Er ist der 31. Präsident des Filmverbands, der jedes Jahr die Oscars vergibt.

bb/rk (dpa, AP)

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