Mutmaßlicher Islamist nach Messerangriff in Australien angeklagt | Aktuell Welt | DW | 11.09.2016
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Aktuell Welt

Mutmaßlicher Islamist nach Messerangriff in Australien angeklagt

Ein Mann sticht nahe Sydney mit einem Messer auf einen Wanderer ein. Die Polizei geht von einem Terrorangriff aus. Es ist nicht Australiens erster Fall in dieser Woche, in dem im Namen des IS Schrecken verbreitet wird.

Dem 22-Jährigen werde eine Terrorattacke und versuchter Mord zur Last gelegt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach Angaben der Polizei wurde der Angeklagte durch die Propaganda der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) radikalisiert. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurde IS-Material sichergestellt.

Der Angreifer hatte am Samstag in Minto, einem Vorort von Sydney, auf einen 59-Jährigen eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt. Laut Polizei soll der Täter auch versucht haben, auf einen Polizisten einzustechen. Rufe des Täters deuteten auf einen Bezug zur Terrormiliz IS hin. "Wir wissen, dass die Person starke religiöse Vorstellungen hat, die vom IS inspiriert wurden", sagte eine Polizeisprecherin. Der 22-Jährige soll aber als Einzeltäter gehandelt haben. "Das ist das neue Gesicht des Terrors", so die Sprecherin.

Aufruf zu Anschlägen

Der junge Angreifer war der Polizei schon zuvor ein paar Mal mit seltsamem Verhalten aufgefallen. Die Tat folgte auf einen Aufruf der Terrormiliz zu Anschlägen auf öffentliche Gebäude und Privatpersonen in Australien. Am Donnerstag wurde bereits ein 18-Jähriger wegen extremistischer Drohungen vor dem Opernhaus in Sydney festgenommen. Ein Gericht ordnete die Unterbringung in einer Psychiatrie an, nachdem der Mann mit einem Anschlag gedroht und behauptet hatte, von der Terrormiliz beauftragt worden zu sein.,

afp/dpa (kle/sti)

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