Mutko tritt als OK-Chef der WM 2018 zurück | Fußball | DW | 27.12.2017
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

WM 2018

Mutko tritt als OK-Chef der WM 2018 zurück

Der wegen seiner Verwicklung in den russischen Dopingskandal seit langem umstrittene Witali Mutko gibt den Posten an der Spitze des Organisationskomitees der Fußball-WM 2018 ab. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Der russische Vizeministerpräsident Witali Mutko tritt als Cheforganisator der Fußball-WM 2018 in Russland zurück. Der bisherige Generaldirektor Alexej Sorokin solle an die Spitze des Organisationskomitees aufrücken, teilte Mutko in Moskau mit, wie die staatliche Agentur R-Sport meldete. "Ich konzentriere mich auf meine Arbeit in der Regierung", sagte Mutko. Am Montag hatte er noch angekündigt, das WM-OK weiterhin zu leiten, falls Staatspräsident Wladimir Putin ihm noch das Vertrauen schenke. Mutko ist ein langjähriger sportpolitischer Weggefährte Putins. Wie der Kremlchef begann er seine Karriere in St. Petersburg. 

Die WM-Endrunde in Russland, bei der Weltmeister Deutschland seinen Titel verteidigen will, wird vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 ausgespielt. "Es gibt noch viele Arbeit. Aber ich bin absolut überzeugt, dass alles pünktlich fertig sein wird", sagte Mutko.

Mutmaßlicher Drahtzieher des staatlich unterstützten Dopings

Mutko und Putin gemeinsam auf der Tribüne. Foto: dpa-pa

Langjährige Weggefährten: Mutko (l.) und Putin

Wegen des russischen Doping-Skandals steht der 59-Jährige seit langem in der Kritik. Der frühere Sportminister gilt als einer der Hauptdrahtzieher des staatlich unterstützten Dopings in Russland. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte ihn lebenslang für Olympia gesperrt. Am Montag hatte Mutko bereits den Posten des Präsident des russischen Fußballverbands niedergelegt - allerdings nur für die Zeit bis zur WM. In dieser Zeit wolle er vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die Sperre durch das IOC klagen, hatte Mutko angekündigt. 

sn/fab (dpa, sid, afp)

Die Redaktion empfiehlt