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Gebetsteppiche gegen Pegida

Iveta Ondruskova9. Februar 2015

Kurz vor der geplanten Demonstration der islamkritischen Pegida in Dresden hat ein Künstler muslimische Gebetsteppiche vor der Frauenkirche aufgerollt. Damit will er ein Zeichen der Toleranz setzen.

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Vor der Frauenkirche in Dresden liegen Gebetsteppiche. Foto: dpa
Bild: picture-alliance/dpa/A. Burgi

Ungewöhnlicher Blickfang vor der Frauenkirche in Dresden: Ein Künster aus Mannheim hat 175 muslimische Gebetsteppiche vor dem historischen Gebäude ausgelegt. Mit seiner Kunstaktion kurz vor der geplanten Kundgebung der islamkritischen "Pegida" will Kurt Fleckenstein in der sächsischen Metropole ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen. "Die Installation richtet sich gegen die Thesen von Pegida", so der 65-Jährige.

Die Gebetsteppiche hat der Aktionskünstler im Internet für 7,50 Euro pro Stück gekauft. Wie kam er auf die Zahl 175? Die Zahl sieben sei im Islam wichtig, so Fleckenstein. "Nach dem Tod kommt man in den siebten Himmel. Und im Koran stehen 25 Apostel. Sieben mal 25 macht 175."

Ein Passant schaut sich die Gebetsteppiche vor der Frauenkirche in Dresden an. Foto: dpa
Bild: picture-alliance/dpa/A. Burgi

Auf einem Teppich steht die Losung der Aktion: "Ich glaube an Gott." Die Teppich-Aktion in Dresden ist nicht Fleckensteins erster Protest. Mit seinen Kunstaktionen protestiert er regelmäßig gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Dafür war er unter anderem in Odessa, Saarbrücken, Kiew, Poznan und am Brandenburger Tor in Berlin unterwegs.