Mindestens 39 Tote bei Überschwemmungen im Süden Indiens | Aktuell Asien | DW | 13.08.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Naturkatastrophe

Mindestens 39 Tote bei Überschwemmungen im Süden Indiens

Betroffen ist vor allem der Bundesstaat Kerala, dessen Bewohner in diesem Jahr mit besonders heftigem Monsunregen zu kämpfen haben. Bislang mussten allein 27 Dämme geöffnet werden, um Speicherseen zu entlasten.

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen sind im südindischen Bundesstaat Kerala laut Medienberichten mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen würden noch vermisst, meldete die "Times of India" in ihrer Online-Ausgabe. Rund 36.000 Menschen flohen nach Behördenangaben aus ihren Häusern. Der wegen seiner Traumstrände und malerischen Teeplantagen bei Touristen beliebte Bundesstaat leidet in diesem Jahr unter besonders heftigen Monsun-Regenfällen. Am stärksten betroffen ist der bergige Bezirk Idukki.

Eine Bewohnerin der Stadt Kochi in ihrem überschwemmten Haus (Foto: Getty Images/AFP)

Eine Bewohnerin der Stadt Kochi in ihrem überschwemmten Haus

Um Dammbrüche zu vermeiden, mussten die Behörden bei zahlreichen Speicherseen Wasser ablassen. "Zum ersten Mal in der Geschichte mussten 27 Dämme im Staat geöffnet werden", sagte Keralas Regierungschef Pinarayi Vijayan dem Sender CNN. Nach Angaben eines Behördenvertreters wurden in Kerala 350 Notunterkünfte eingerichtet. Soldaten halfen bei den Rettungsarbeiten. An der Malabar-Küste mussten auch 54 Touristen in Sicherheit gebracht werden.

"Unser Staat befindet sich mitten in einem nie dagewesenen Flut-Chaos", so Vijayan. "Die Katastrophe hat unermessliches Leid und Verwüstung angerichtet". Vijayan lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Rettungskräfte, die auch aus anderen Bundesstaaten in die Überschwemmungsgebiete gekommen waren.

Indien Überschwemmungen im Bundestaat Kerala (Getty Images/AFP/Ramesh Prd)

Karalas Regierungschef Pinarayi Vijayan (l.) besucht eine Notunterkunft im Dorf Chengamanadu

Die US-Botschaft in Indien riet von Reisen in die betroffenen Regionen ab. Nach offiziellen Angaben besuchten 2017 mehr als eine Million ausländische Touristen Kerala. Jedes Jahr richten in Südasien Regen und Winde in der Monsunzeit von Juni bis September mit Überschwemmungen und Erdrutschen große Schäden an. Im vergangenen Jahr starben mehr als 2100 Menschen, die Mehrheit davon in Indien. 

sti/AR (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt