Millionenbeute aus dem Pariser Ritz gefunden | Aktuell Europa | DW | 11.01.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kriminalität

Millionenbeute aus dem Pariser Ritz gefunden

Der Schmuck, den die Räuber aus den Vitrinen der Nobeljuweliere gestohlen haben, ist wieder da. Zwei der Tatbeteiligten, die mit Äxten in die Lobby des Luxushotels gestürmt waren, sind weiter auf der Flucht.

Die Bande hatte bei dem Überfall am Mittwochabend im Ritz an der vornehmen Place Vendôme laut Medien Schmuck und Uhren mit einem vermuteten Wert von mindestens vier Millionen Euro erbeutet. Die französische Justiz hält sich bedeckt. Von Seiten der Ermittler gibt es keine Angaben zur Beute und deren Wert.

Aber eines ist sicher, viel Freude hatten die Räuber an dem Schmuck nicht. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, hatte die Polizei einen Teil der Beute bereits bei der Festnahme von drei der fünf Täter gefunden. Der Rest sei in einer Tasche gewesen, die die Polizei sichergestellt habe.

Großfahndung nach den beiden Komplizen

Die vermummten Täter waren über einen Hintereingang in den Hotelpalast im Herzen von Paris eingedrungen. Mit Äxten schlugen sie Schmuckvitrinen in der Lobby ein. Als die drei Räuber aus dem Hotel flüchten wollten, war der Hintereingang verriegelt und damit der geplante Fluchtweg versperrt. Die Männer warfen deshalb zwei außerhalb des Gebäudes wartenden Komplizen Taschen mit dem erbeuteten Schmuck zu. Nach den beiden Geflüchteten läuft eine großangelegte Fahndung. Ein Fluchtauto wurde inzwischen ausgebrannt im Umland der französischen Hauptstadt gefunden.

Raubüberfall Ritz Hotel in Paris (picture-alliance/dpa/Maxppp/O. Corsan)

Nobelherberge unter Polizeischutz

Die drei im Ritz festgenommenen Räuber im Alter um die 30 Jahre stammten aus der Region und seien der Polizei bereits einschlägig bekannt, berichteten der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien. Sie waren bereits wegen bewaffneten Diebstahls, Gewalt und Hehlerei straffällig geworden. Innenminister Gérard Collomb lobte über Twitter die Professionalität der Polizisten bei ihrem Einsatz gegen die Juwelendiebe.

In der Nachbarschaft des Traditionshotels befinden sich mehrere Luxus- und Juweliergeschäfte und auch das französische Justizministerium. In der Gegend kam es bereits mehrfach zu spektakulären Überfällen, so war die die Filiale des Edel-Juweliers Chopard im März 2016 Ziel eines Angriffs.

qu/cr (dpa, rtr, afp)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema