Millionen für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt | Aktuell Welt | DW | 24.05.2019
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Internationale Konferenz in Norwegen

Millionen für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Nicht nur Frauen und Mädchen sind betroffen, auch Männer und Jungen. In Kriegs- und Konfliktregionen weltweit findet geschlechtsbedingte Gewalt statt. Deutschland stellt 80 Millionen Euro zur Bekämpfung in Aussicht.

Symbolbild sexualisierte Gewalt in Konflikten (Colourbox)

Symbolbild

Außenminister Heiko Maas sagte bei dem Treffen in der norwegischen Hauptstadt, die Bekämpfung sexualisierter Gewalt sei "dringend geboten". Gemeinsam müssten Opfer geschützt und Täter zur Verantwortung gezogen werden.

Die 80 Millionen Euro, die Deutschland für dieses und das nächste Jahr beisteuern will, sollen aus Mitteln des Auswärtigen Amts und des Entwicklungsministeriums kommen. Das Geld soll in Projekte fließen, die zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt beitragen. Unterstützt werden sollen 18 Organisationen in über 15 Ländern.

Maßnahmen zur Prävention

Es handelt sich nach Ministeriumsangaben um Projekte in der Gesundheitsversorgung, der psychosozialen Unterstützung sowie andere Angebote für Missbrauchsopfer, aber auch Maßnahmen zur Prävention wie Aufklärungskampagnen und Dialogplattformen.

Für die Konferenz waren Vertreter aus zahlreichen Ländern nach Oslo gekommen. Eingeladen dazu hatte Norwegen gemeinsam mit dem Irak, Somalia, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, dem UN-Bevölkerungsfond und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz.

Vergewaltigungen würden vielerorts als Kriegswaffe benutzt und hätten zerstörerische Folgen, betonte die norwegische Regierungschefin Erna Solberg, die umgerechnet 100 Millionen Euro in Aussicht stellte, um Vergewaltigungen und anderer geschlechtsbedingter Gewalt entgegenzutreten.

uh/rb (dpa, kna)

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