Michael Gwisdek ist tot | Filme | DW | 23.09.2020
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Film

Michael Gwisdek ist tot

Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek am Dienstag gestorben. Berühmt wurde er mit "Good Bye, Lenin!" und "Oh Boy".

Bereits zu DDR-Zeiten war Gwisdek ein Publikumsliebling, spielte erst an verschiedenen Theatern und dann auch in Filmen wie "Dein unbekannter Bruder" (1982) mit. Nach dem Mauerfall feierte er in ganz Deutschland Erfolge, gewann 1999 bei der Berlinale den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller in Andreas Dresens "Nachtgestalten". Außerdem gewann er zahlreiche Preise, wurde beim Deutschen Filmpreis, dem Deutschen Fernsehpreis und mit dem Grimme-Preis für sein schauspielerisches Talent ausgezeichnet. 

Karriere als Charakterdarsteller

Gwisdek, der 1942 in Berlin-Weißensee geboren wurde und an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ausgebildet wurde, schlüpfte in seiner langjährigen Karriere in die verschiedensten Rollen - er wollte als Charakterdarsteller gesehen werden. Die Kinos eroberte er mit Filmen wie "Good Bye, Lenin!", "Boxhagener Platz" oder "Nachtgestalten". Mit 70 Jahren feierte er noch einmal einen großen Erfolg mit einer kleineren Rolle in "Oh Boy"

Auch in Fernsehproduktionen wie "Tatort" oder "Donna Leon" spielte er mit. Mit "Familie Wöhler auf Mallorca" war Michael Gwisdek im Februar 2019 ein Quotensieger im Fernsehen. Mehr als vier Millionen schalteten den ZDF-Film ein. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beschrieb Gwisdek zu dessen 75. Geburtstag als "Original mit Herz und Schnauze". Er sei "ein Alleskönner, der sowohl in komischen als auch in melancholischen Rollen glänzt."

Am Dienstag (22.09.) ist Michael Gwisdek im Alter von 78 Jahren gestorben - nach "kurzer schwerer Krankheit", wie seine Familie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Just Publicity mitteilte.

 

mjs/pj (mit dpa)

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