#MeToo: Asia Argento weist Missbrauchs-Vorwürfe zurück | Filme | DW | 21.08.2018
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Sexueller Missbrauch

#MeToo: Asia Argento weist Missbrauchs-Vorwürfe zurück

#MeToo-Aktivistin Asia Argento wehrt sich gegen Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs eines jungen Schauspielers. Die Presse hatte von Geldzahlungen berichtet. Argento dementiert, dass sie eine Klage abweisen wollte.

Asia Argento beim Filmfestival Cannes 2018. (picture-alliance/AP/V. le Caer)

Asia Argento beim diesjährigen Filmfestival Cannes

Ein Bericht der "New York Times", demzufolge die italienische Schauspielerin ihren jüngeren Kollegen Jimmy Bennett (22) missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden, sei falsch, sagte Argento laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag (21.08.2018).

Keinerlei sexuelle Beziehung zu Bennett 

"Ich dementiere und weise den Inhalt des von der 'New York Times' veröffentlichten Artikels, der in den internationalen Medien zirkuliert, zurück." Sie sei "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten und sprach von "Verfolgung". Sie habe nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt, wurde die Italienerin zitiert.

Bennett hatte 2004 in dem Film "The Heart Is Deceitful Above All Things" Argentos Sohn gespielt. Die "New York Times" hatte berichtet, Argento habe Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. In dem Bundesstaat sind sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen strafbar.

Filmstill - The Heart Is Deceitful Above All Things mit Asia Argento und Jimmy Bennett (picture-alliance/Everett Collection/Palm Pictures)

Kinderstar Jimmy Bennent (Mitte) mit Film-Mutter Asia Argento im Kinofilm "The Heart is Deceitful Above All" (2004)

Jahre später habe Bennett 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt. Die schriftliche Forderung Bennetts und die anschließende Einigung mit Argentos Anwälten seien Teil einer Reihe von Dokumenten, die eine nicht identifizierte Quelle per verschlüsselter E-Mail an die "New York Times" geschickt habe, schrieb die Zeitung. Drei mit der Sache vertraute Personen sollen die Echtheit der Dokumente bestätigt haben.

Von #MeToo zu #SheToo? 

Auf Anfragen der Nachrichtenagentur dpa reagierten zunächst weder Argento noch Bennett oder ihre Sprecher und Anwälte. Auch die Polizei in Los Angeles befasst sich mit dem Fall. Man versuche, das mutmaßliche Opfer zu kontaktieren, um mögliche kriminelle Anschuldigungen angemessen zu dokumentieren.

Im Herbst vergangenen Jahres gehörte Argento zu den ersten, die Hollywoodproduzent Harvey Weinstein beschuldigten, sie vergewaltigt zu haben. Seitdem forderte sie immer wieder Aufklärung und Verfolgung der Täter sexuellen Missbrauchs. Unter dem Hashtag #MeToo entwickelte sich in den Folgemonaten eine weltweite Bewegung, bei der sich Zehntausende Frauen im Internet als Opfer sexueller Übergriffe zu erkennen gaben. Mittlerweile kursiert bei Twitter der Hashtag #SheToo, der sich auf männliche Opfer und weibliche Täter sexualisierter Gewalt bezieht.

hm/bb (dpa, AFP)

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