Merkel und Trump: Ein Viertelstündchen für Afrika | Aktuell Welt | DW | 05.06.2019
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Diplomatie

Merkel und Trump: Ein Viertelstündchen für Afrika

Bis zuletzt war unklar, ob das Treffen zwischen Merkel und Trump am Rande der D-Day-Feierlichkeiten stattfinden würde. Am Ende kam es tatsächlich zu einem kurzen Intermezzo - mit einem Schwerpunktthema.

D-Day-Gedenkveranstaltung in Portsmouth | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Donald Trump (picture-alliance/dpa/K. Nietfeld)

Die Sachliche und der Polterer - Merkels und Trumps Politik-Stile gelten als diametral unterschiedlich

Nach Angaben eines deutschen Regierungssprechers dauerte das Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump etwa 20 Minuten lang, das Weiße Haus nannte eine Dauer von nur rund zehn Minuten. 

Zum Inhalt der kurzen Unterredung teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, mit, Trump und Merkel hätten die aktuelle Situation in Libyen und die sich verschlechternde Lage in West-Afrika besprochen. Sie hätten sich darauf geeinigt, ihre Gespräche beim G20-Gipfel Ende des Monats im japanischen Osaka fortzusetzen. Nach deutschen Angaben ging es zudem um die politische Lage in Europa nach den Europawahlen. An dem Gespräch nahmen auch Trumps Sicherheitsberater John Bolton und sein amtierender Stabschef Mick Mulvaney teil. 

"Meisterin der indirekten Herablassung"

Das Treffen fand im britischen Portsmouth am Rande des 75. Jahrestages der Landung der Alliierten in der Normandie statt. Trump und Merkel hatten neben zahlreichen weiteren Staats- und Regierungschefs an den Feierlichkeiten in der Hafenstadt teilgenommen.

Die Bundeskanzlerin war in der vergangenen Woche in den USA gewesen, ohne jedoch mit Trump zusammenzukommen. Am vergangenen Donnerstag hielt sie eine Ansprache vor den Absolventen der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge bei Boston, wobei sie sich scharf von der nationalistischen und protektionistischen Politik Trumps abgrenzte - allerdings ganz ohne dabei seinen Namen zu nennen. Dafür erhielt Merkel Beifallsstürme und wurde von Medien unter anderem als "Meisterin der indirekten Herablassung" betitelt.

ie/rb (dpa, afp)

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