Meine Täter, die Priester | DokFilm | DW | 02.07.2019
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DokFilm

Meine Täter, die Priester

Missbrauch in der katholischen Kirche war lange ein Tabuthema, von den Würdenträgern verdrängt. Weil die Kirche zu wenig tut, werden die Opfer von Kindesmissbrauch selbst aktiv - die Schuldigen sollen endlich zur Verantwortung gezogen werden.

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"Allzu lange ist in der Kirche Missbrauch geleugnet, weggeschaut und vertuscht worden. Die Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit." Im September 2018 hat Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, diese Sätze gesagt und alle Opfer von sexuellem Missbrauch durch katholische Amtsträger in Deutschland um Entschuldigung gebeten. Dass der Umgang der Kirche mit Missbrauch auch aktuell noch problematisch ist, zeigt nun einer der prominentesten Opfervertreter in Deutschland - Matthias Katsch - in dieser Dokumentation auf. Der ehemalige Canisius-Schüler und Sprecher der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch" hat 2010 den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland ausgelöst. Über dreißig Jahre blieben die Verbrechen seiner Täter, der Jesuitenpriester Peter R. und Wolfgang S., im Verborgenen. Erst 2010 werden ihre Taten am Canisius-Kolleg durch Matthias Katsch und seine Mitschüler öffentlich. Und dann? Nur so viel ist bislang bekannt: Beide Täter wurden nach 2010 in Chile gesehen. Weil die Aufklärung nicht voran geht, hat Matthias Katsch die Dinge nun selbst in die Hand genommen. Er ist nach Chile gereist und hat dort nach Spuren seiner Täter und weiterer Opfer gesucht - und sie gefunden. Filmemacherin Eva Müller hat ihn dabei mit der Kamera begleitet.