Mehr illegale Einreisen als Abschiebungen | Aktuell Deutschland | DW | 25.12.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Deutschland

Mehr illegale Einreisen als Abschiebungen

Eigentlich ist die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland in 2019 gesunken. Trotzdem übersteigt sie die Zahl der Abschiebungen. Das liege auch an den fehlenden Abschiebehaftplätzen, sagt die Bundespolizei.

Symbolbild | illegale Einreise (picture-alliance/dpa/B. Roessler)

Die Bundespolizei führt eine Einreisekontrolle am Frankfurter Flughafen durch

Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Bundespolizei. Von Januar bis Oktober 2019 registrierte die Behörde demnach 20.996 Rückführungen - etwa 1000 weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dem stehen 32.945 unerlaubte Einreisen nach Deutschland gegenüber. Im November verzeichnete die Bundespolizei rund 3700 weitere unerlaubte Einreisen.

Insgesamt war die Zahl der unerlaubten Einreisen von Januar bis November 2019 jedoch leicht rückläufig. Es wurden 36.654 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt - im Vorjahreszeitraum waren es 38.580 gewesen.

Bundespolizei: Es fehlen Abschiebehaftplätze

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, kritisierte die geringe Zahl der Haftplätze für Ausreisepflichtige in den Bundesländern. "Gemessen an den rund 248.000 ausreisepflichtigen Drittstaatsangehörigen sind die 577 Abschiebehaftplätze, die es in den Ländern gibt, viel zu wenig", sagte er.

Abschiebeflug nach Afghanistan (picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Polizeibeamte beim Abschiebeflug nach Afghanistan (Archiv)

Die meisten unerlaubt eingereisten Personen seien in den ersten drei Quartalen laut Bundespolizei über deutsche Flughäfen (9183) gekommen, über die deutsch-österreichische Grenze (8344) und die deutsch-tschechische Grenze (3560). Die meisten dieser Menschen kamen den Angaben zufolge aus Afghanistan (2399), Nigeria (2133), der Türkei (1721), Syrien (1691), Albanien (1682) und dem Irak (1651).

nob/haz (kna, dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt

Anzeige