Medien: Zuwanderung nach Deutschland geht zurück | Aktuell Deutschland | DW | 22.01.2019
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Migration

Medien: Zuwanderung nach Deutschland geht zurück

Die Zuwanderung nach Deutschland hat deutlich abgenommen. 2017 seien 1,55 Millionen Migranten gekommen und damit deutlich weniger als in den Vorjahren, berichten Zeitungen unter Berufung einen Regierungsbericht.

Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Chef der Flüchtlingsbehörde BAMF, Hans-Eckard Sommer, wollen an diesem Mittwoch die Asylzahlen für das Jahr 2018 und den Migrationsbericht 2016/2017 vorstellten. Klar ist schon jetzt: Es suchen inzwischen deutlich weniger Menschen Schutz in Deutschland als auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 und 2016. Da viele 2015 eingereiste Menschen erst im Jahr darauf einen Asylantrag stellten, erreicht die Zahl der Erstanträge 2016 einen Spitzenwert von 722.000, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, dem der Migrationsbericht der Bundesregierung bereits vorliegt. 2017 ging die Zahl der Asylerstanträge demnach auf 198.000 zurück. Dies entspreche einem Rückgang von 72,5 Prozent, berichten die Zeitungen des Netzwerks. Die Tendenz ist aus den monatlich veröffentlichten Asylzahlen bekannt.

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Der Migrationsbericht analysiert den Zuzug nach Deutschland für die Jahre 2016 und 2017 im Detail. In vorigen Berichten ging es etwa um die Zu- und Abwanderung aus EU-Staaten, die Qualifikation, das Alter und das Geschlecht von Neuankömmlingen. Der eigentlich jährlich erscheinende Migrationsbericht umfasst diesmal zwei Jahre, weil es laut BAMF technische Umstellungen bei der Erstellung der Bevölkerungsstatistiken gab.

Zuwanderung vor allem aus Europa

Laut Migrationsbericht kamen 2017 rund 67 Prozent aller Zugewanderten aus einem europäischen Land, 53,4 Prozent aus einem Mitgliedstaat der EU, wie das RND weiter schreibt. 15,4 Prozent stammten demnach aus Asien, 5,3 Prozent aus Amerika, Australien und Ozeanien sowie 4,3 Prozent aus Afrika.

Vor der Vorstellung soll der Bericht im Bundeskabinett angenommen werden. Dort wird auch der Syrien-Konflikt mit seinen humanitären Folgen eine Rolle spielen. 2016 hatte die internationale Gemeinschaft bei einer Geberkonferenz 12,1 Milliarden US-Dollar (damals 10,8 Milliarden Euro) an Hilfe für das Bürgerkriegsland, das Herkunftsland vieler Flüchtlinge ist, zugesagt. Das Kabinett will nun einen Bericht zur Umsetzung der Beschlüsse von damals billigen.

kle/uh (dpa, afp)

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