Medien: Raketen aus Israel treffen syrische Militärbasis | Aktuell Nahost | DW | 02.12.2017
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Syrienkonflikt

Medien: Raketen aus Israel treffen syrische Militärbasis

Israels Luftwaffe hat einem Medienbericht zufolge eine Militärbasis nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Zwei Raketen seien durch Syriens Flugabwehr zerstört worden.

Israel Soldaten auf den Golanhöhen (Reuters/A. Awad)

Israelische Soldaten im israelisch-syrischen Grenzgebiet

Kurz nach Mitternacht habe die syrische Luftabwehr zwei Boden-zu-Boden-Raketen abgefangen und zerstört, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Mehrere Raketen waren demnach von Israel aus auf eine Stellung der syrischen Armee nahe der Hauptstadt Damaskus gefeuert worden. Die Raketen sollen lediglich Sachschaden angerichtet haben. 

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Raketen hätten ein Waffenlager der Armee oder verbündeter Gruppen getroffen. Der Angriff nahe der Stadt Al-Kiswa südlich von Damaskus habe laute Explosionen verursacht.

Die israelische Armee wollte sich zu dem aktuellen Fall zunächst nicht äußern. Sie hat aber nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Jahren rund 100 Angriffe in Syrien unternommen. Innerhalb der vergangenen Wochen ist es bereits das sechste Mal, dass Israel ein Ziel in Syrien angreift. Die israelische Regierung hatte angekündigt, auch im Falle eines Waffenstillstands in Syrien gegen iranische Waffenlager und Hisbollah-Stellungen in dem Land vorzugehen. Der Iran unterstützt Syriens Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen Aufständische und die Terrormiliz "Islamischer Staat". Auch die Hisbollah und andere schiitische Milizen haben Assad geholfen, im Land wieder die Oberhand zu gewinnen.

ie/rb (dpa, rtr)

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