Massive Überschwemmungen in Zhengzhou | Aktuell Asien | DW | 21.07.2021
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China

Massive Überschwemmungen in Zhengzhou

Nein, es ist nicht nur ein regionales Phänomen. Der Klimawandel ist weltweit spürbar. Nach Europa ist nun China betroffen. Und wieder kommen Menschen ums Leben, die nicht hätten sterben müssen.

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Unwetter und Überflutungen in China

Die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten haben in der zentralchinesischen Millionenmetropole Zhengzhou massive Überschwemmungen ausgelöst. 25 Tote wurden nach Behördenangaben geborgen. Doch werden deutlich mehr Opfer befürchtet. Die Fluten überschwemmten die U-Bahn, wo Hunderte Menschen in Zügen und auch in Tunneln eingeschlossen waren, wie Staatsmedien und Augenzeugen in sozialen Medien berichteten.

Krankenhaus geräumt

Bei Evakuierungen wurden nach Behördenangaben fast 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Unter ihnen waren auch rund 600 schwerkranke Patienten aus einem Krankenhaus der Zhengzhou Universität. Der Strom in der Klinik war ausgefallen. Im Süden der Stadt brach in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (Ortszeit) der Damm des Guojiaju Wasserreservoirs.

Infografik Karte China Zhengzhou Flut DE

"Solche Regenfälle gibt es normalerweise nur einmal in 100 Jahren. Die Lage ist düster", heißt es aus dem Krisenstab der neun Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt von Henan laut "China Daily".

In der Metropole waren viele Straßen überflutet. Einige verwandelten sich in reißende Ströme. Autos schwammen in den Fluten. Die Wasser- und Stromversorgung war vielerorts unterbrochen. Der Verkehr wurde lahmgelegt. Busse steckten fest. Das U-Bahnnetz wurde schließlich geschlossen, Hochgeschwindigkeitszüge wurden ausgesetzt. Am Bahnhof steckten Tausende Reisende fest. Der Flughafen von Zhengzhou strich 270 Flüge.

Der Taifun - und gleich der nächste

Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle wurden von Taifun "In-Fa" ausgelöst. Der Wirbelsturm sorgte auch in den Provinzen Zhejiang und Fujian für Unwetter. Die Wasserstände von Zuflüssen des Gelben Flusses und des Haihe Flusses überschritten Alarmstufen, wie aus Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua hervorgeht.

China Zhengzhou | Starke Regenfälle | Verwüstungen

Verwüstungen nach den schweren Regenfällen

Schwere Unwetter wurden auch aus Südchina gemeldet, wo in der Provinz Guangdong ein weiterer Taifun mit dem Namen "Cempaka" mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern bei der Stadt Yangjiang auf Land traf.

ml/rb (dpa, ap)

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