Massaker in Nigerias Norden | Aktuell Afrika | DW | 06.05.2018
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Westafrika

Massaker in Nigerias Norden

Im nigerianischen Bundesstaat Kaduna haben Bewaffnete ein Dorf angegriffen und dort ein Blutbad angerichtet. Hintergrund des Massakers könnten Konflikte in der Region um Weide- und Ackerland sein.

Wie die Polizei von Kaduna mitteilte, starben bei der Attacke auf das Dorf im Bezirk Birnin Gwari mindestens 45 Menschen. Nach Angaben einer örtlichen Bürgerwehr töteten die bewaffneten Angreifer in Gwaska auch Frauen und Kinder. Zudem seien zahlreiche Häuser niedergebrannt worden. Das Massaker ereignete sich bereits am Samstag, wurde aber erst am Sonntagabend bekannt.

Nomaden gegen Sesshafte

In der Region gibt es oft blutige Auseinandersetzungen wegen Viehdiebstahls oder wegen des Streits um Weide- und Ackerland. Sie werden in der Regel zwischen sesshaften Bauern und Nomaden mit Viehherden ausgetragen.

Viehhirte in Nigeria (picture-alliance/F. May)

Viehhirte in Nigeria (Archivbild)

Die International Crisis Group (ICG) hatte im vergangenen Jahr davor gewarnt, deren Auseinandersetzungen könnten möglicherweise so gefährlich werden wie der Aufstand der Terrorgruppe Boko Haram im Nordosten Nigerias. Boko Haram kämpft dort seit 2009 für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet. Hunderttausende Menschen flohen vor der Gewalt.

wa/ml (afp, ap, rtr)

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