Marokkos bedrohte Oasen - Klimawandel in der Wüste | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 05.10.2020
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Nahaufnahme

Marokkos bedrohte Oasen - Klimawandel in der Wüste

Auch in den idyllischen Oasen Marokkos schlägt der Klimawandel zu. Sandstürme werden immer häufiger, der Grundwasserspiegel sinkt, Palmen verdorren - die "Ver-Wüstung" schreitet voran. Die Oasen kämpfen um ihr Überleben.

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"Die Oase ist eigentlich ein Paradies", sagt Halim Sbai, der in der marokkanischen Oasenstadt M'Hamid El Ghizlane lebt. Die Betonung liegt auf "eigentlich". Denn Menschen wie Halim kämpfen verzweifelt um das Überleben ihrer Region. In Marokko liegen zwischen dem Antiatlasgebirge und der Sahara Oase an Oase, voller malerischer Palmen. Grüne Inseln in der Wüste, die für knapp zwei Millionen Menschen Heimat sind. Noch. Bislang verdienten viele hier ihr Einkommen mit den Früchten der Dattelpalmen, doch das wird immer schwieriger. Seit Jahren fällt der Regen immer unregelmäßiger, die Palmen welken, die Ernte geht drastisch zurück. Halim Sbai versucht verbissen, seine Oasen zu retten, pflanzt neue Palmen und will das kostbarste Gut schützen: Wasser. Statt auf Dattelpalmen setzt er nun auf Tourismus und kutschiert Besucher durch das malerische Gebiet, das es so vielleicht demnächst nicht mehr gibt. Am Sterben der Oasen lässt sich schon jetzt beobachten, was dem Mittelmeerraum durch die Erderwärmung droht.