Marine fängt Solidaritätsschiff vor Gaza-Küste ab | Aktuell Nahost | DW | 04.08.2018
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Nahostkonflikt

Marine fängt Solidaritätsschiff vor Gaza-Küste ab

Die israelische Marine hat ein weiteres Schiff der sogenannten Gaza-Hilfsflottille abgefangen, das sich dem abgeriegelten Palästinensergebiet näherte. Diesmal traf es ein unter schwedischer Flagge fahrendes Schiff.

Freedom Flotilla kommt in Palermo an (picture-alliance/Pacific Press/A. Melita)

Aktivisten der Gaza-Hilfsflottille vor der Abfahrt am Hafen in Palermo

Das Boot habe die Seeblockade im Mittelmeer vor dem Küstengebiet durchbrechen wollen und sei dann "in Übereinstimmung mit internationalem Recht" gestoppt worden, teilte die israelische Armee mit. Das Schiff mit zwölf Menschen an Bord sei zum Hafen Aschdod im Süden Israels gebracht worden.

Die Aktivisten an Bord seien darüber informiert worden, dass sie die über den Gazastreifen verhängte "legale Seeblockade" verletzt hätten. Es gelte grundsätzlich, dass Hilfsgüter über Aschdod in das Palästinensergebiet gebracht werden könnten. Israel hat seit mehr als zehn Jahren eine Blockade über den Küstenstreifen verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Die Maßnahme wird mit Sicherheitserwägungen begründet, da im Gazastreifen die radikalislamische Hamas herrscht.

Vier Schiffe aus Europa für Gaza

Die Organisatoren der "Internationalen Gaza-Hilfsflottille" hatten zuvor erklärt, das Schiff "Freedom" unter schwedischer Flagge befinde sich auf dem Weg nach Gaza. Sie bestätigten den Stopp durch die israelische Marine. An Bord befinden sich nach Angaben der Organisatoren medizinische Güter.

Freedom Flotilla kommt in Palermo an (picture-alliance/Pacific Press/A. Melita)

Eines der vier Schiffe aus Skandinavien - vor dem Auslaufen in Palermo

Bereits am vergangenen Sonntag hatte die israelische Marine ein unter norwegischer Flagge fahrendes Schiff mit 22 Aktivisten in der Nähe des abgeriegelten Palästinensergebiets gestoppt. Insgesamt waren Mitte Mai vier Schiffe der Hilfsflottille von Skandinavien aus aufgebrochen. Vor gut zwei Wochen ging es dann von Palermo auf Sizilien weiter in Richtung östliches Mittelmeer.

Die Hamas wird von USA und EU als Terrororganisation eingestuft und hat sich Israels Zerstörung auf die Fahne geschrieben. Immer wieder versuchen Aktivisten, die Blockade auf See zu durchbrechen.

qu/se (dpa, afp)

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