Malis Regierung tritt geschlossen zurück | Aktuell Afrika | DW | 19.04.2019
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Westafrika

Malis Regierung tritt geschlossen zurück

Parlamentarier hatten der malischen Regierung Versagen bei der Entwaffnung von Milizen und im Kampf gegen islamistische Rebellen vorgeworfen. Nun beugen sich Ministerpräsident Maiga und sein Kabinett dem Druck.

Soumeylou Boubeye Maiga in New York (Reuters/E. Munoz)

Malis Ministerpräsident Maiga (Archivfoto)

In Mali ist die Regierung von Ministerpräsident Soumeylou Boubèye Maiga  zurückgetreten. Staatschef Ibrahim Boubacar Keita nahm das Rücktrittsgesuch Maigas und seiner Minister an, wie das Präsidialbüro in Bamako mitteilte.

Maiga kam damit wohl einer Vertrauensabstimmung im Parlament zuvor. Angesichts der zunehmenden Gewalt in dem afrikanischen Krisenstaat hatte es zuletzt auch Massenproteste gegen den Regierungschef gegeben.

Gewalt über Gewalt

Im Norden Malis kommt es immer wieder zu Anschlägen und Attacken von vorwiegend islamistischen Rebellen. Außerdem gibt es ethnische Spannungen in Zentralmali. Mitte März hatte ein bewaffneter Überfall auf das Dorf Ogossagou mit 160 Toten für Entsetzen gesorgt. Für den blutigen Angriff auf das Dorf der Volksgruppe der Fulbe wurden Jäger der Volksgruppe der Dogon verantwortlich gemacht.

Bundeswehr in Mali | Deutsche Bundeswehr Soldaten im Camp Castor in Gao (Imago/photothek/T. Imo)

Deutsche Soldaten in Mali

Bewaffnete Milizen greifen neben Zivilisten auch immer wieder einheimische und internationale Streitkräfte an. Seit 2013 gibt es eine UN-Friedensmission in Mali, sie gilt als gefährlichster Blauhelmeinsatz weltweit. Die Bundeswehr ist an der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA und an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt.

wa/ml (afp, dpa, rtr)

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