Mainz 05 verpasst Befreiungsschlag | Fußball | DW | 01.04.2018
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Fußball-Bundesliga

Mainz 05 verpasst Befreiungsschlag

Der Bundesliga-Abstiegskampf bleibt spannend. Trotz seines verheerenden Patzers muss sich der 1. FC Köln noch nicht als sicherer Absteiger fühlen. Denn Mainz kommt daheim nur zu einem Remis - und muss nun nach Köln.

Alles war angerichtet am 28. Spieltag für den FSV Mainz 05: Am Samstag ging der Tabellenvorletzte aus Köln bei 1899 Hoffenheim regelrecht unter, jegliche Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga schien dahin. Die vollkommen überforderten Rheinländer kassierten bei 1899 Hoffenheim eine 0:6-Schlappe und präsentierten sich dabei in jeder Hinsicht wie ein Absteiger. Fast schwindelig gespielt, schlichen die Kölner nach dem Schlusspfiff vom Platz. "Wir sind von Beginn an nicht gut ins Spiel gekommen. Wir waren sehr lethargisch. Mit dieser Leistung können wir die Klasse nicht halten", konstatierte da FC-Coach Stefan Ruthenbeck resignierend.

Schlagbare Gladbacher

Dann, am Sonntag, war Mainz 05 gefordert. Für den Tabellen-16. ging es gegen Borussia Mönchengladbach und ein Heimsieg war absolute Pflicht. Und der lag, bei allem Respekt vor der individuellen Klasse der Gäste, durchaus im Bereich des Möglichen. Schließlich schwächelt die Elf vom Niederrhein aus den verschiedensten Gründen schon seit geraumer Zeit.

Der Mainzer Robin Quaison (r.) und Gladbachs Oscar Wendt (l.) kämpfen um den Ball (Foto: picture-alliance/dpa/T. Frey)

Verbissen, aber erfolglos: Der Mainzer Robin Quaison (r.) und Gladbachs Oscar Wendt

Am Ende reichte es für die Mainzer aber nur zu einem torlosen Unentschieden. Damit war die große Chance dahin, sich mehr Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Für den FSV war das bereits das fünfte Spiel in Serie ohne Sieg. Besonders bitter: Mit einem Erfolg hätte sich Mainz vom Relegationsplatz 16 absetzen und den Abstand zum Tabellenvorletzten 1. FC Köln auf acht Punkte vergrößern können.

Alles war drin

Der vom Mainzer Cheftrainer Sandro Schwarz geforderte Neustart nach der Länderspielpause begann zwar engagiert und mit viel Einsatz, aber alles andere als glänzend. Gegen die in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel findenden Gladbacher haperte es sowohl an einem guten Spielaufbau als auch an der Gefährlichkeit in der Offensive - wie schon in den drei Liga-Partien zuvor ohne eigenes Tor.

Gladbachs Torwart Yann Sommer (r.) wehrt einen Schuss auf der Linie ab (Foto: picture-alliance/dpa/T. Frey)

Mainzer Pech, Gladbacher Glück: Sommer (r.) hält knapp

Die wenigen Aktionen im gegnerischen Strafraum offenbarten die Torabschlussschwäche der Mainzer. In der 17. Minute versuchte es Stefan Bell mit einem Schuss aus knapp 30 Metern, Danny Latza (29.) zog volley ab und Levin Öztunali (42.) schoss Borussia-Torwart Yann Sommer den Ball aus mittlerer Distanz in die Arme. Ohne den mit sieben Treffern beste 05-Stürmer Yoshinori Muto, der wegen einer Knieblessur ausfiel, lief insgesamt nicht allzu viel im gegnerischen Strafraum. Großes Pech hatte 05-Angreifer Emil Berggreen allerdings in der 66. Minute, als sein Kopfball an die Unterkante der Latte knallte und von dort in die Arme von Torhüter Sommer flog. In der hitzigen Schlussphase hatte Mainz dann Glück, dass die Gäste nicht noch zum Sieg trafen.

Showdown in Köln

Man habe mit Herz und Leidenschaft gespielt, darauf könne man aufbauen, befand der Mainzer Tormann René Adler und ergänzte: "Unter dem Strich ist es aber nur ein Punkt." Und der könnte zu wenig gewesen sein, denn ausgerechnet am kommenden Samstag muss der FSV, der nun seit vier Spielen kein Tor mehr erzielt hat, im Kellerduell beim Vorletzten 1. FC Köln antreten. Bei der Ausgangsposition ist das Duell für beide Mannschaften ein Alles-oder-Nichts-Spiel: Die Mainzer liegen sechs Punkte vor dem FC. Bei einem Auswärtssieg hätte der FSV dann den für diese Woche eingeplanten komfortablen Vorsprung auf den Konkurrenten. Bei einer Niederlage wären die Kölner wieder voll im Geschäft - ungeachtet der 0:6-Schlappe in Hoffenheim. Auch am Rhein ist also noch nichts verloren, es bleibt weiter spannend im Abstiegskampf.

ck/sw (dpa, sid)

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