Mahatma Gandhi - Sterben für den Frieden | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 30.01.2018
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DokFilm

Mahatma Gandhi - Sterben für den Frieden

Am 30. Januar 1948 fiel der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi einem Attentat zum Opfer. Die Dokumentation zeigt, wie Nationalismus und religiöse Konflikte Indien in die Unabhängigkeit begleitet haben und den Subkontinent bis heute prägen.

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Für Gopal Godse war der Tag der Unabhängigkeit Indiens im August 1947 fast ein Tag der Trauer. Die "Bharat Mata", die "Mutter Indien", die der junge Brahmane mit nationalistischem Eifer anbetete, hatte viele Provinzen verloren. So war das überwiegend muslimische Ostbengalen zu Ostpakistan geworden. Und in tausend Kilometern Entfernung bildeten der westliche Teil Punjabs sowie die Provinzen Sindh und Belutschistan und das Land der kriegerischen Paschtunen Westpakistan. Auch hier lebten überwiegend Muslime. In Godses Augen war nicht allein die Kolonialmacht Großbritannien für diese "Amputation" verantwortlich. Schuld waren die Muslime. Der Hauptschuldige aber war ein Hindu, der als Held gefeiert wurde, weil er den Engländern die Stirn geboten hatte. Ein kleiner Mann mit Nickelbrille und weißem Baumwollschurz: Mohandas Karamchand Gandhi, genannt "Mahatma", die große Seele. Die Brüder Godse kümmerte es wenig, dass Gandhi die Konflikte zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften stets verurteilt und bis zum Schluss gegen die Teilung der "Bharat Mata" gekämpft hatte. Gopal und sein Bruder Nathuram waren Mitglieder der rechtsradikalen Hindu Mahasabha, der "Großen Versammlung der Hindus", die dem antibritischen, faschistoiden Nationalen Freiwilligenkorps nahe stand. Und wieder gewinnen extremistische Hindus in letzter Zeit in Indien an Boden...