Magier Roy Horn an COVID-19 gestorben | Aktuell Amerika | DW | 09.05.2020
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Coronavirus

Magier Roy Horn an COVID-19 gestorben

Erst vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Roy Horn, die eine Hälfte des Magier-Duos Siegfried & Roy, sich mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Jetzt ist er an der Lungenkrankheit gestorben.

Der "Siegfried & Roy"-Magier Roy Horn ist tot. Der 75-Jährige sei in Las Vegas an den Folgen von COVID-19 gestorben, sagte Sprecher Dave Kirvin der Deutschen Presse-Agentur. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher waren für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt. Ihre Karriere endete im Oktober 2003, als ein Tiger Roy Horn bei einer Vorstellung schwer verletzte. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.

Am 29. April wurde bekannt, bei Horn sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat. "Wir können bestätigen, dass Roy Horn positiv auf das Virus getestet worden ist, das COVID-19 hervorruft", zitierten mehrere US-Medien eine Mitteilung des Pressesprechers. Der 75-Jährige, der von dem Tiger-Angriff im Jahr 2003 schwer gezeichnet ist, spreche gut auf die Behandlung an, hieß es weiter. Das Duo ließ über den Sprecher Grüße an alle ausrichten, die von der Pandemie betroffen sind. 

USA Roy Horn von Siegfried & Roy gestorben (Imago Images/MediaPunch)

Siegfried und Roy mit jungen Tieren zusammen mit der TV-Moderatorin Joan Lunden (Archivbild)

Ein Kämpfer ein Leben lang

"Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren", sagte Fischbacher in einer Mitteilung. "Schon bei unserer ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben", unterstrich der 80-Jährige. "Roy war sein ganzes Leben lang ein Kämpfer, auch in diesen letzten Tagen", erklärte Fischbacher. Er dankte den Ärzten und Krankenschwestern im Mountain View Hospital. Sie hätten "heldenhaft gegen das heimtückische Virus" gekämpft, "das am Ende Roy das Leben nahm".

Schon als Kind im Nachkriegsdeutschland hatte Horn seine Liebe zu exotischen Tieren entdeckt, darunter ein Gepard namens Chico im Bremer Zoo. Er heuerte als Steward auf einem Kreuzfahrtschiff an, wo er Fischbacher traf. Mit Zauber- und Tiertricks arbeitete sich das Duo nach oben. 1967 kamen die beiden nach Las Vegas, gut zwei Jahrzehnte später handelten die "Meister der Illusion" mit dem "Mirage"-Hotel in der Casinostadt einen Millionen-Deal aus. Mit spektakulären Illusionen und exotischen Tieren, darunter die seltenen weißen Tiger, begeisterten die deutschen Entertainer Fans aus aller Welt.

kle/mak (dpa. ard)

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