Magie des Spielens | DokFilm | DW | 19.11.2019
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DokFilm

Magie des Spielens

Der Mensch hat einen natürlichen Spieltrieb. Auch Hunde und Katzen, sogar Spinnen spielen. Forscher haben festgestellt, dass es bei Tieren die Überlebenschancen erhöht. Je heikler das Spiel, desto besser entwickeln wir uns motorisch und mental.

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Freies Spielen macht klug, gesund und sozial. Spielen ist ein evolutionsbiologisches Lernprogramm; eine der wichtigsten Kulturtechniken überhaupt. Wissenschaftler vermuten: Auch die meisten Tiere spielen, nur haben wir den Spieltrieb beispielsweise bei Echsen oder Spinnen bislang noch nicht verstanden. Das Spiel ist mehr als ein zweckfreier Trieb, wie Forscher in Versuchen mit unterschiedlichen Tierarten herausfanden. Spielen scheint unerlässlich für das Sozialverhalten und für die psychische Gesundheit, auch beim Menschen. Das betont die kanadische Kinderpsychologin Mariana Brussoni. Der Film befragt Wissenschaftler aus Europa, den USA und Kanada, wie sich Spielen auswirkt. Versuche haben gezeigt, dass Ratten zu depressiven Verstimmungen neigen, wenn sie ihren Spieltrieb nicht ausleben können. Forscher fanden heraus, dass Spinnen-Weibchen mehr Eier ablegen, wenn sie dem Spieltrieb nachgehen. Ihr Spiel ist also lebensnotwendig und wirkt sich sogar auf den Fortbestand der Art aus. Was passiert mit Kindern, wenn sie immer weniger Zeit mit freiem Spiel draußen mit ihren Altersgenossen verbringen? Entwicklungspsychologen sind besorgt, weil nun diejenigen Eltern werden, die in den 1990er-Jahren aufgewachsen sind, als elektronische Spiele Einzug gehalten haben. Diese Eltern erinnern sich möglicherweise selbst nicht mehr daran, wie wichtig unkontrolliertes, riskantes Spiel in der Kindheit ist.