Madrid hat nun vier Wochen Zeit für die UN-Klimakonferenz | Aktuell Welt | DW | 01.11.2019
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Umweltpolitik

Madrid hat nun vier Wochen Zeit für die UN-Klimakonferenz

Nach dem Rückzug Chiles wird Madrid die Klimakonferenz ausrichten. Angesichts der Unruhen in seinem Land hatte Chiles Präsdident Sebastián Piñera den Gipfel abgesagt. Für die Spanier wird die Zeit allerdings knapp.

Dennoch will das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit Sitz in Bonn am ursprünglichen Termin festhalten: Die Konferenz werde wie geplant in der Zeit vom 2. bis 13. Dezember abgehalten, heißt es.

Zur 25. UN-Klimakonferenz wurden 25.000 Delegierte in Santiago erwartet. Chile wird seit dem 18. Oktober von schweren politischen Unruhen erschüttert. Monatelang hatte sich das südamerikanische Land auf die Veranstaltung vorbereitet. Den Spaniern bleiben jetzt nur 31 Tage.

Für Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und seine Sozialistische Arbeiterpartei ist die kurzfristige Zusage auch ein Signal im Wahlkampf. Am 10. November wird in Spanien gewählt. Sanchéz schrieb auf Twitter, Spanien arbeite bereits an der Organisation der COP25 genannten Konferenz. "Unsere Regierung verpflichtet sich weiterhin zu dauerhaftem Fortschritt und zu einem gerechten ökologischen Übergang."

Thunberg sucht Mitsegelgelegenheit

Für die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg heißt es nun auch: Spanien statt Chile. Folgerichtig muss sie erneut den Atlantik überqueren. "Es stellt sich heraus, dass ich um die halbe Welt gereist bin, in die falsche Richtung", schrieb die 16-jährige Schwedin auf Twitter. Jetzt, da die Klimakonferenz offiziell umgezogen sei, werde sie Hilfe brauchen. "Ich muss jetzt eine Möglichkeit finden, den Atlantik im November zu überqueren", schrieb sie.

"Wenn irgendjemand mir helfen könnte, ein Verkehrsmittel zu finden, wäre ich so dankbar." Thunberg war auf einem Segelschiff über den Atlantik mitgefahren, weil sie als Zeichen für mehr Klimaschutz nicht fliegen wollte. Sie sprach in New York vor den Vereinten Nationen, aber auch die geplante Klimakonferenz in Santiago de Chile war ein Grund für die mühsame Reise.

cgn/rb (afp, dpa)

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