Lufthansa setzt Flüge nach Teheran aus | Aktuell Welt | DW | 17.01.2020
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Luftfahrt

Lufthansa setzt Flüge nach Teheran aus

Die deutsche Airline will nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine im Iran frühestens Ende März wieder die Hauptstadt des Landes anfliegen. Die Sicherheitslage sei weiterhin unklar, heißt es von Lufthansa.

Nach dem Absturz der ukrainischen Boeing-Maschine hatte die Lufthansa zunächst einen Flug mit diesem Ziel gestrichen. Die nächste Lufthansa-Maschine kehrte um, nachdem sich Hinweise verdichtet hatten, dass der Jet der Ukraine International Airlines abgeschossen worden sein könnte. Die Lufthansa strich daraufhin alle Flüge mit dem Ziel bis 20. Januar. Jetzt wurde dieser Zeitraum verlängert.

Auch keine Flüge über den Iran

Sobald es genauere Informationen gebe, werde über weitere Flüge in den Iran entschieden, erklärte ein Unternehmenssprecher der deutschen Airline. Zugleich hieß es, auch Flüge über den Iran hinweg würden ausgesetzt. Maschinen der Lufthansa-Gruppe würden diesen Luftraum meiden.

Das ukrainische Flugzeug war am 8. Januar inmitten der militärischen Konfrontation mit den USA nach iranischen Angaben irrtümlich abgeschossen worden. Zunächst hatten die iranischen Behörden tagelang von einem technischen Defekt gesprochen und erklärt, ein Abschuss sei "wissenschaftlich unmöglich". Erst später räumte der Iran dann ein, für den Absturz des Passagierflugzeugs mit 176 Opfern doch verantwortlich zu sein.

Unterstützung aus Kanada

Die kanadische Regierung kündigte unterdessen Hilfe für vom Flugzeugabsturz betroffene Familien an. Für die Angehörigen der 86 Opfer mit kanadischem Pass oder mit einer Aufenthaltsgenehmigung werde es Geld geben. Zunächst würden 25.000 kanadische Dollar (etwa 17.000 Euro) gezahlt, um damit Reise-
und Beerdigungsausgaben begleichen zu können, sagte Premierminister Justin Trudeau.

haz/hk (dpa, afp, rtr)

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