+++Live-Ticker: Trauer um Terroropfer von Brüssel +++ | Aktuell Europa | DW | 22.03.2016
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Aktuell Europa

+++Live-Ticker: Trauer um Terroropfer von Brüssel +++

Die Terrormiliz IS hat sich zu den verheerenden Anschlägen auf den Flughafen und die Metrostation Maelbeek in Brüssel bekannt. Belgien steht unter Schock. Verfolgen Sie die Entwicklung in unserem Live-Ticker.

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Terror in Brüssel - drei Fragen, drei Antworten

Das Wichtigste in Kürze:

Am Brüsseler Flughafen haben sich zwei Explosionen ereignet. Reisende wurden in Sicherheit gebracht. Der Flughafen wurde gesperrt, der Flugverkehr eingestellt.

Auch an der Metrostation Maelbeek gab es eine Detonation. Die U-Bahnstation liegt in der Nähe der EU-Behörden.

Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest. Das Krisenzentrum im belgischen Innenministerium geht aber von mindestens 34 Toten und etwa 230 Verletzten aus.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen. Es gab vermutlich zwei Selbstmord-Attentäter, nach einem dritten mutmaßlichen Täter wird gefahndet.

Die neuesten Entwicklungen:

Unser Live-Ticker ist beendet. Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier.

1.32 Uhr: Die belgische Polizei hat eine für Durchsuchungen eingerichtete Sicherheitszone in der Stadtgemeinde Schaerbeek aufgehoben. Die Anwohner konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldet.

0.21 Uhr: Der Polizeieinsatz in der Stadtgemeinde Schaerbeek dauert an. Anti-Terror-Ermittler durchsuchen weiterhin Gebäude. Auf Bildern vom Einsatzort sind maskierte und schwer bewaffnete Fahnder zu sehen. Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt. Von der Razzia betroffene Anwohner, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnten, wurden in eine mit Betten bestückte Sporthalle gebracht, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Ein Ende des Polizeieinsatzes sei nicht absehbar.

23.54 Uhr: Am US-Flughafen Denver wird der zwischenzeitlich ausgerufene Alarm wieder aufgehoben. Verdächtige Gepäckstücke hätten sich bei einer Untersuchung durch die Polizei als harmlos erwiesen, teilt der Flughafen auf Twitter mit.

23.39 Uhr: Nach den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen und die Metro gehen die Behörden jetzt offiziell von 34 Todesopfern aus, wie ein belgischer Sicherheitsoffizier mitteilt. Wegen der vielen Verletzten könnte sich die Zahl noch erhöhen.

23.23 Uhr: Ein Taxifahrer hat die Ermittler auf die Spur eines Verstecks der mutmaßlichen Attentäter gebracht. Der Mann habe die Verdächtigen mit seinem Wagen von einer Wohnung in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek abgeholt und zum Flughafen gefahren, berichtet der Sender VRT. Dabei sei ihm aufgefallen, dass die Fahrgäste sich nicht mit dem Gepäck helfen lassen wollten. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor von der Durchsuchung der Wohnung in Schaerbeek berichtet. Dort wurden eine Flagge der Terrormiliz "Islamischer Staat", ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden.

23.07 Uhr: Das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England am Samstag in Berlin kann nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière wohl wie geplant stattfinden. "Wir haben keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung und wir wollen - wenn es irgendwie geht - unser freiheitliches Leben nicht durch den Terror beeinflussen lassen", sagt er dem "RTL Nachtjournal".

22.54 Uhr: Bundesinnenminister de Maizière schließt eine Verbindung zwischen den Anschlägen von Paris und Brüssel nicht aus. Vielleicht handele es sich um die gleichen Netzwerke, womöglich sei auch der Sprengstoff in ähnlicher Weise gefertigt worden, sagt er in den "ARD-Tagesthemen".

22.34 Uhr: Die Brüsseler Regionalregierung ruft die Bevölkerung zu einer Schweigeminute am Mittwochmittag auf, wie Ministerpräsident Rudi Vervoort sagt.

22.31 Uhr: Auf der Autobahn München-Salzburg hat die Polizei drei Kosovaren festgenommen, die Verbindungen zu einem Terrornetzwerk haben könnten. Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts bestätigt entsprechende Informationen des Bayerischen Rundfunks. Demnach kamen die Verdächtigen aus Brüssel und waren mit einem in Belgien zugelassenen Wagen unterwegs. Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel gebe es bisher nicht, betont der Sprecher. Ermittelt werde aber wegen des Verdachts auf "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat".

22.25 Uhr: Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen am Mittwoch ihre Fahrten wieder aufnehmen. Der Verkehr werde im gesamten Thalys-Netz mit Ausnahme weniger Züge sichergestellt, so das Unternehmen im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Züge fahren unter anderem von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Auch die Deutsche Bahn will ihre ICE von Frankfurt nach Brüssel und zurück ab Mittwoch wieder regulär einsetzen. Die Eurostar-Züge zwischen London und Brüssel sollen am Mittwoch ebenfalls zum normalen Verkehr zurückkehren, wie das Unternehmen ankündigt.

22.14 Uhr: Der Brüsseler Nahverkehr soll besser geschützt werden. Die Nahverkehrsgesellschaft Stib teilt mit, man arbeite an einem "ultragesicherten Netz". Genauere Details sollten am Mittwochmorgen veröffentlicht werden. Der Brüsseler Nahverkehr kommt nach den Attentaten nur langsam wieder in Gang. Der Metroverkehr bleibt zunächst unterbrochen.

22.05 Uhr: Die Attentäter am Brüsseler Flughafen Zaventem haben die Sprengsätze nach Behördenangaben in ihren Koffern in die Abflughalle gebracht. "Sie kamen per Taxi mit ihren Koffern, darin waren die Bomben versteckt", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Zaventem, Francis Vermeiren, der Nachrichtenagentur AFP. Die Täter hätten die Taschen dann auf Gepäckwagen gelegt und seien in das Flughafengebäude gegangen. "Die ersten beiden Bomben explodierten", sagte Vermeiren. Der dritte Täter habe seinen Sprengsatz nicht zur Detonation gebracht. "Er muss in Panik geraten sein", so der Bürgermeister. Die Bombe wurde später von Sprengstoffexperten kontrolliert gezündet. Am Tatort habe er kriegsähnliche Szenen beobachtet. "Es war grausam anzusehen."

22.00 Uhr: Auf dem Flughafen Denver im US-Bundesstaat Colorado ist ein Teil des Hauptterminals wegen eines "möglichen Sicherheitsrisikos" geräumt worden. Betroffen sei ein Areal des Paketdienstleisters DPD, teilt der Flughafen im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

21.11 Uhr: In Paris leuchtet der Eifelturm in den belgischen Nationalfarben Schwarz, Gelb und Rot.

20.49 Uhr: Der Zugverkehr von Deutschland nach Belgien wird nun doch schon am Mittwoch wieder aufgenommen. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Auch die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen mit wenigen Ausnahmen wieder fahren.

20.29 Uhr: Die Schulen in der belgischen Hauptstadt sollen ebenfalls morgen wieder öffen, wie das Krisenzentrum über Twitter schreibt:

20.08 Uhr: Auch das Brandenburger Tor in Berlin zeigt sich mit Belgien solidarisch. "Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Todesopfern, den vielen Verletzten und ihren Familien. Berlin ist in Gedanken bei seiner Partnerstadt Brüssel, mit der wir uns in europäischer Solidarität eng verbunden fühlen", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

20.03 Uhr: Als Konsequenz aus den Anschlägen hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière seine Forderung nach einem besseren Austausch sicherheitsrelevanter Daten in Europa bekräftigt. Es gebe in Europa immer noch "getrennte Datentöpfe der Ausländerbehörden, der Visa-Behörden, der Polizeibehörden, der Nachrichtendienste", kritisierte der CDU-Politiker im ZDF. Diese müssten besser miteinander verknüpft werden.

19.22 Uhr: Bei einer versuchten Festnahme am Hauptbahnhof von Amsterdam sind nach Angaben der niederländischen Polizei Warnschüsse abgefeuert worden. Verletzt worden sei niemand.

Nach diesem Mann - aufgenommen von einer Überwachungskamera am Flughafen - fahndet die belgische Polizei (Foto: picture-alliance/dpa/Belgian Federal Police)

Nach diesem Mann - aufgenommen von einer Überwachungskamera am Flughafen - fahndet die belgische Polizei

19.21 Uhr: Die Anschläge am Brüsseler Flughafen wurden nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft "wahrscheinlich" von zwei Selbstmordattentätern verübt. Nach einem dritten Verdächtigen - dem Mann auf dem Fahndungsfoto - werde "aktiv gefahndet", sagte Generalstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw.

19.18 Uhr: Der belgische König Philippe hat die Anschläge als "feige und widerlich" verurteilt. In einer kurzen Ansprache an die Nation rief er dazu auf, auf die terroristische Bedrohung "mit Entschlossenheit, Ruhe und Würde" zu antworten. "Behalten wir Vertrauen in uns selbst", sagte der Monarch.

19.17 Uhr: Bei Hausdurchsuchungen in Brüssel haben Fahnder eine IS-Flagge, einen Sprengsatz mit Nägeln sowie chemische Substanzen gefunden.

19.05 Uhr : Die Terroranschläge in Brüssel zeigen nach Ansicht des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura, wie dringend eine Beendigung des Krieges in Syrien ist. Eine politische Lösung müsse gefunden werden, damit in Syrien endlich alle Kräfte gegen die IS-Terroristen konzentriert werden könnten und damit "gegen die eigentliche Gefahr für jeden - in Europa, in der Welt, in Syrien".

19.00 Uhr: Die Ermittler sehen bislang keine eindeutige Verbindung zwischen den Terroranschlägen in Brüssel und denen am 13. November in Paris. "Für den Augenblick ist es nicht möglich, eine formale Verbindung zu den Anschlägen von Paris herzustellen", sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw. Auch die Bekennernachricht des IS habe noch nicht eindeutig verifiziert werden können.

18.50 Uhr: Der belgische Premier Charles Michel hat seine Landsleute aufgerufen, nach den Anschlägen geeint zu bleiben. "Die Freiheit ist in ihrem Herz getroffen worden", sagte Michel. Die Behörden würden alles unternehmen, um die Freiheit zu verteidigen.

18.33 Uhr: Nach den Terroranschlägen in Brüssel hat Großbritannien die Kontrollen an den Landesgrenzen verschärft. Es seien mehr Grenzpolizisten im Einsatz und mehr Autos würden durchsucht, sagte Innenministerin Theresa May.

18.22 Uhr: Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Hotline geschaltet unter der Telefonnummer 030 - 5000 3000.

18.11 Uhr: Der Flughafen Zaventem bleibt noch bis mindestens Mittwoch 12.00 Uhr geschlossen. Das teilte das nationale Krisenzentrum in Brüssel mit. Laut der Nachrichtenagentur Belga könnten die Flugzeuge noch den gesamten Mittwoch am Boden bleiben. Die Agentur zitierte den Flughafenchef damit, dass eine Wiedereröffnung für Donnerstag geprüft werde.

18.01 Uhr: Die Brüsseler Polizei veröffentlicht einen Fahndungsaufruf. Sie sucht nach einem Verdächtigen des Anschlags am Flughafen. Ein veröffentlichtes Foto zeigt einen Mann in einer hellen Jacke, der am Flughafen mit einem Gepäckwagen aufgenommen wurde. Zeugen können sich unter der Nummer 0032 800 30 300 oder unter der E-Mail-Adresse avisderechercheàpolice.belgium.eu melden.

17:47 Uhr: Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat sich nun auch offiziell zu den Anschlägen bekannt. In einer Mitteilung des IS heißt es, "Soldaten des Kalifats" hätten mit den Anschlägen "den Kreuzfahrerstaat Belgien" angegriffen. Zudem warnt die Gruppe vor weiteren "schwarzen Tagen" als Erwiderung für den Kampf gegen die Dschihadisten.

17:43 Uhr: Die Türkisch Islamische Union (Ditib) verurteilt die Terroranschläge von Brüssel auf das Schärfste. "In unseren Gemeinden und bei Muslimen in Deutschland haben diese schändlichen Terroranschläge tiefe Trauer ausgelöst", teilte der islamische Dachverband in Köln mit. Die Ereignisse hätten "noch einmal die Notwendigkeit unseres Zusammenwachsens als Gesellschaft gezeigt und damit unsere Entschlossenheit gestärkt, jeglichem Hass, Unrecht und Terror gemeinsam entgegenzutreten."

17:41 Uhr: Die Deutsche Bahn fährt Brüssel am Mittwoch nicht an. Betroffen seien die drei geplanten ICE-Verbindungen von Köln über Aachen in die belgische Hauptstadt und zurück, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Züge fahren demnach nur bis Aachen und kehren dann um. Diese Regelung hatte die Bahn bereits für den heutigen Dienstag getroffen.

17:37 Uhr: Die Bomben am Brüsseler Flughafen enthielten Nägel. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf ein Krankenhaus, in dem Opfer der Attacke behandelt werden. Der Chef des Gasthuising Krankenhaus in Löwen, Marc Decramer, sagte demnach, die meisten Verletzten seien mit Knochenbrüchen, Verbrennungen und Schnittwunden, die durch Metallobjekte verursacht worden waren, eingeliefert worden.

17:28 Uhr: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sieht im Terror von Brüssel ein Muster für mögliche Attacken auch in Deutschland. "Die brutalen Anschläge in Brüssel belegen, wie ernst die terroristische Bedrohung in Europa derzeit ist", sagte Maaßen der dpa. Die Terroristen hätten koordiniert an mehreren Orten zugeschlagen. "Sie verfolgen das Ziel, die Knotenpunkte der westlichen Demokratien zu treffen und Angst und Schrecken zu verbreiten", mahnte er. "Auf dieses Szenario müssen wir uns als Sicherheitsbehörden auch in Deutschland einstellen."

17:24 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von tiefer Bestürzung und Trauer über das, "was die Terroristen den Menschen in Brüssel angetan haben, was Terroristen uns allen angetan haben". Belgien werde alle Unterstützung von Deutschland erhalten.

17:21 Uhr: Am Flughafen wurde eine dritte Bombe gefunden, die nicht gezündet hatte. Sicherheitskräfte zerstörten den Sprengsatz kontrolliert. Das teilte der Gouverneur der Provinz Brabant mit.

17:05 Uhr: Der Brüsseler Flughafen bleibt am Mittwoch geschlossen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte.

17:01 Uhr: Die Brüsseler Schulen setzen trotz des Terroranschläge ihren Unterricht am Mittwoch fort. Kindertagesstätten sollen hingegen geschlossen sein. Man habe keine Hinweise, dass Schulen zum Ziel von Anschlägen werden könnten, erklärte die flämische Bildungsministerin Hilde Crevits. Auch die Aufsicht des frankophonen Schulwesens teilte mit, alle Schulen und höheren Bildungseinrichtungen blieben geöffnet.

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