++ Live-Ticker EU-Wahl: Deutsche Grüne feiern zweiten Platz ++ | Aktuell Europa | DW | 26.05.2019
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EU-Wahl 2019

++ Live-Ticker EU-Wahl: Deutsche Grüne feiern zweiten Platz ++

Europawahl - Berlin SPD Katarina Barley (picture-alliance/dpa/W. Kumm)

SPD-Spitzenkandidatin Katharina Barley ist enttäuscht von dem Ergebnis ihrer Partei

19.39 Uhr - Das Interesse an der Europawahl ist in Deutschland deutlich gestiegen. Nach Angaben der ARD beträgt die Wahlbeteiligung diesmal 59,0 Prozent. Seit der Europawahl im Jahr 1999 lag der Wert nicht mehr über 50 Prozent. 2014 nahmen nur 48,1 Prozent der Wahlberechtigten teil.

19.32 Uhr - In Polen zeichnet sich im Vergleich zur letzten EU-Wahl eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis 17 Uhr hätten 32,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte die Staatliche Wahlkommission in Warschau mit. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt 16,9 Prozent. Damit dürfte die Wahlbeteiligung fast doppelt so hoch ausfallen wie 2014. Sie betrug damals rund 24,5 Prozent. Die Wahllokale schließen in Polen um 21 Uhr.

19.29 Uhr - In Ungarn ist die europakritische Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán einer ersten Prognose zufolge mit Abstand stärkste Kraft bei der Europawahl geworden. Sie kommt laut infratest dimap auf rund 56 Prozent (+3,5 Prozentpunkte) der Stimmen. An zweiter Stelle folgt die Demokratische Koalition mit 11 Prozent (+1,2). Größter Verlierer ist die Sozialistische Partei/Dialog für Ungarn, deren Ergebnis sich mit 10 Prozent nahezu halbiert hat (-8,2).

Europawahl l Ungarn Parlamentswahl - Premierminister Viktor Orban gibt seine Stimme in Budabpest ab (Reuters/B. Szabo)

Ungarns Präsident Viktor Orbán bei der Stimmabgabe in Budapest

19.22 Uhr - Für die deutschen Parteien ergäbe sich laut infratest dimap folgende Sitzverteilung im Europaparlament:

CDU 21 (-8)
CSU 7 (+2)
Grüne 21 (+10)
SPD 15 (-12)
AfD 10 (+3)
FDP 6 (+3)
Linke 6 (-1)
Freie Wähler 2 (+1)
Piraten 1 (+/-0)
Tierschutz 2 (+1)
Familie 1 (+/-0)
ÖDP 1 (+/-0)
Die Partei 2 (+1)
Volt 1 (+1)

19.11 Uhr - Hier die dritte Hochrechnung von infratest dimap. Die Union legt leicht zu, die Grünen verlieren etwas.

CDU/CSU 28,3 % (-7,1 Prozentpunkte)
Grüne 21,1 % (+10,4)
SPD 15,2 % (-12,1)
AfD 10,6 % (+3,5)
FDP 5,6 % (+2,2)
Linke 5,6 % (-1,8)
Sonstige 13,6 % (+4,7)

18.54 Uhr - Die zweite Hochrechnung von infratest dimap zu den deutschen Europawahl-Ergebnissen:

CDU/CSU 27,9 % (-7,5 Prozentpunkte)
Grüne 21,7 % (+11,0)
SPD 15,4 % (-11,9)
AfD 10,4 % (+3,3)
FDP 5,6 % (+2,2)
Linke 5,5 % (-1,9)
Sonstige 13,5 % (+4,6)

Infografik HOCHRECHNUNG 18.43 EU Wahl 2019 - Deutschland DEU

18.46 Uhr - Deutschland wird im neuen EU-Parlament mit mehreren kleineren Parteien vertreten sein. Nach Hochrechnung der ARD zieht die Satirepartei "Die Partei" um ihre Spitzenkandidaten Martin Sonneborn und Nico Semsrott mit drei Abgeordneten ein. Die Freien Wähler entsenden demnach zwei Abgeordnete nach Brüssel, die ÖDP, die Tierschutzpartei, die Familienpartei, die Piraten und Volt jeweils einen.

18.43 Uhr - Grünen-Spitzenkandidatin Ska Keller würdigt das starke Abschneiden ihrer Partei bei der Europawahl als "sensationelles Ergebnis" und "grandiose Teamleistung". Sie sei "so froh, dass wir es geschafft haben, einen 'Sunday for Future' zu machen", sagt sie in Anlehnung an die Klimaschutzbewegung Fridays für Future im ZDF. Grünen-Chef Robert Habeck führt die Zugewinne seiner Partei auf deren Positionierung in der Klimapolitik zurück. "Sicherlich hat die Klimafrage zum ersten Mal in einem bundesweiten Fall so eine dominante Rolle gespielt, dass die Zögerlichkeit der großen Koalition da negativ gewirkt hat", sagt Habeck in der ARD.

18.37 Uhr - SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erklärt nach Bekanntgabe der deutschen Prognosen, es sei nicht ein Ergebnis, das man schönreden kann. "Das Ergebnis kann auch nicht ohne Folgen bleiben", so Klingbeil weiter. Die SPD habe einiges in den kommenden Stunden und Tagen zu besprechen. Mit Blick auf SPD-Chefin Andrea Nahles sagt er, er rate davon ab, jetzt zu Personaldebatten zu kommen.

18.36 Uhr - CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich trotz der Verluste von Union und SPD bei der Europawahl für die Fortsetzung der großen Koalition in Berlin ausgesprochen. "Ich finde, sie muss weitermachen, damit Stabilität in Deutschland herrscht", sagt er. EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) bezeichnet das Ergebnis der Union bei der Europawahl als enttäuschend. Oettinger sagte in der ARD, das einzig Erfreuliche sei, dass Populisten Europa nicht bestimmten.

Europawahl Jubel bei Die Grünen Annalena Baerbock (Getty Images/AFP/T. Schwarz)

Großer Jubel bei den Grünen: Nach aktueller Hochrechnung haben sie ihr Ergebnis von 2014 verdoppelt

18.28 Uhr - In Griechenland liegt die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) laut ersten Prognosen vorne. Die Partei hat dem Staatsrundfunk ERT zufolge rund 32 Prozent der Stimmen erzielt (2014: 22,7 Prozent). Der amtierende Ministerpräsident Alexis Tispras hingegen erlitt erstmals seit 2014 eine Wahlniederlage: Seine linke Partei Syriza landete auf dem zweiten Platz und kommt der Prognose nach auf 27 Prozent. Das ist ein leichtes Plus im Vergleich zu den 26,6 Prozent von 2014. Um den dritten Platz kämpfen laut Prognose die rechtsextremistische Partei Goldene Morgenröte und die sozialistische KINAL (Bewegung des Wandels). Beide liegen bei rund 7 Prozent der Stimmen.

18.20 Uhr - Für Deutschland liefert infratest dimap die erste Hochrechnung. Sie unterscheidet sich nur minimal von der 18-Uhr-Prognose.

CDU/CSU 27,9 % (-7,5 Prozentpunkte)
Grüne 21,8 % (+11,1)
SPD 15,6 % (-11,7)
AfD 10,5 % (+3,4)
Linke 5,5 % (-1,9)
FDP 5,5 % (+2,1)
Sonstige 13,2 % (+4,3)

Infografik HOCHRECHNUNG 18.16 EU Wahl 2019 - Deutschland DEU

18.06 Uhr - Bei der Europawahl in Deutschland muss die große Koalition aus Union und SPD nach Prognosen von infratest dimap herbe Verluste hinnehmen. Die Grünen landen hinter der Union erstmals bei einer bundesweiten Wahl auf dem zweiten Platz noch vor der SPD.

18.00 Uhr - Nach Schließung der Wahllokale in Deutschland hier die erste Prognose von infratest dimap:

CDU/CSU 28,0 % (-7,4 Prozentpunkte)
Grüne 22,0 % (+11,3)
SPD 15,5 % (-11,8)
AfD 10,5 % (+3,4)
Linke 5,5 % (-1,9)
FDP 5,5 % (+2,1)
Sonstige 13,0 % (+4,1)

17.32 Uhr - Die Europawahl gilt in Österreich als Stimmungstest für Kanzler Sebastian Kurz. Dieser muss sich nach dem Bruch der Regierungskoalition am Montag vor dem Nationalrat - dem österreichischen Parlament - vermutlich einem Misstrauensvotum stellen. Mit dem prognostizierten Wahlsieg seiner ÖVP und dem Zugewinn von 7,5 Prozentpunkten geht er gestärkt in die Abstimmung.

Auslöser für die Regierungskrise war ein Skandalvideo über den inzwischen zurückgetretenen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Das  Video zeigt Strache, wie er einer vermeintlichen Verwandten eines russischen Oligarchen offenbar Regierungsaufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfen in Aussicht stellte.

17.05 Uhr - In Österreich haben die Wahllokale geschlossen. Nach der ersten Prognose liegt die ÖVP mit 34,5 Prozent vorn (+7,5 Prozentpunkte). Die SPÖ verliert leicht (-0,6 Prozentpunkte) und landet bei 23,5 Prozent. Die FPÖ verliert 2,2 Prozentpunkte und erreicht in der Prognose 17,5 Prozent. Die Grünen kommen mit 13,5 Prozent nahe an ihr historisch bestes Ergebnis von 2014 heran, als 14,5 Prozent erhielten. Die liberalen Neos liegen erneut bei 8 Prozent. Das Ergebnis basiert auf der Nachwahlbefragung von 5000 Personen.

16.56 Uhr - Zur Zahl der Wahlberechtigten gibt es unterschiedliche Angaben. Der Bundeswahlleiter spricht von 418 Millionen Menschen, während das Europaparlament auf 426,8 Millionen kommt. Beides sind nur Schätzungen, wie Sprecher beider Institutionen auf Anfrage sagten. Die höhere Zahl des Europaparlaments beruht auf Daten der Statistikbehörde Eurostat zu EU-Bürgern, die dieses Jahr das Wahlalter erreichen. Sie könnte demnach Personen einschließen, die erst in der zweiten Jahreshälfte die Altersgrenze überschreiten, jetzt also noch nicht wählen dürfen.

16.45 Uhr - In jedem Mitgliedsstaat der EU werden die jeweiligen Abgeordneten des Europäischen Parlaments getrennt gewählt. Dabei gilt das Prinzip der Verhältniswahl, auch wenn bei nationalen Wahlen ein anderes Wahlrecht gilt - wie etwa in Frankreich oder Großbritannien. Gewählt werden keine Personen, sondern Parteien oder politische Vereinigungen in Form einer Wahlliste.

16.35 Uhr - Die Wahlbeteiligung wird in Deutschland vermutlich höher ausfallen als bei der Europa-Wahl 2014. Bis 14.00 Uhr hätten 29,4 Prozent ihre Stimmen abgegeben, teilt der Bundeswahlleiter mit. Bei der Wahl 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 25,6 Prozent. Die Briefwähler sind dabei allerdings nicht mitgezählt. Auch in anderen Ländern deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung an.

16.30 Uhr - Erste Prognosen zum Ergebnis in Deutschland werden nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr veröffentlicht, gegen 20.15 Uhr sollte ein erstes europaweites Stimmungsbild feststehen. Die letzten Wahllokale schließen um 23.00 Uhr in Italien. Erst danach dürfen amtliche Wahlergebnisse bekanntgegeben werden.

ust/jj (dpa, afp, rtr, orf, infratest dimap, bbc)

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