Lisa Brennauer rast zur Goldmedaille | Sport | DW | 04.08.2018
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Bahnrad

Lisa Brennauer rast zur Goldmedaille

Zwei Starts - zwei Medaillen: Bei der Einzelverfolgung über 3000 Meter steht Bahnradfahrerin Lisa Brennauer bei der Siegerehrung sogar ganz oben auf dem Podium. Und die deutsche Athletin will noch mehr.

Eigentlich hatte sich Radprofi Lisa Brennauer nach den Olympischen Spielen in London 2012 schon von der Bahn verabschiedet. Sie wollte sich auf die Straße konzentrieren. Und tat dies mit Erfolg, wie vier Weltmeistertitel bezeugen. Aber 2017 fuhr sie bei der Bahnrad-EM in Deutschland dann doch wieder in der Halle mit. Und freut sich jetzt, bei den European Championships in Glasgow sowohl beim Bahnrad- als auch beim Straßenrennen dabei zu sein.

Nach Bronze mit dem Bahnrad-Vierer am Freitag fuhr sie nun in der Einerverfolgung über 3000 Meter zu Gold. Ihre Gegnerin im Finale, die Schottin Katie Archibald, konnte ihren Heimvorteil nicht nutzen. Denn Brennauer erwischte den besseren Start und fuhr schnell einen deutlichen Vorsprung heraus. Letzlich fuhr sie nach 3:26,879 Minuten mit über zwei Sekunden vor Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Archibald ins Ziel.

Eigenen deutschen Rekord unterboten

European Championships 2018 Bahnradfahren Lisa Brennauer (picture-alliance/empics/J. Walton)

In Top-Form: Lisa Brennauer

Dort riss sich Brennauer ihren Helm vom Kopf und fiel ihrem Trainer in die Arme. Ein erstaunlicher Erfolg für die 30-Jährige, mit dem so kaum jemand gerechnet hat. Den im Vorlauf neu aufgestellten neuen deutschen Rekord hatte Brennauer erneut um fast zwei Sekunden unterboten. "Ich konnte es bis zum Schluss kaum glauben, dass ich gewinne. Sicher war ich mir wirklich erst, als ich über der Ziellinie war und den Schuss gehört habe", meinte Brennauer. "Ich habe versucht, noch einen rauszuhauen." Das ist ihr eindrucksvoll gelungen.

Zwei Medaille aus zwei Starts - das ist eine sehr erfolgreiche Quote. Und noch sind die Europameisterschaften für Brennauer nicht vorbei. Am Sonntag geht es für die Deutsche mit dem Straßenrennen weiter, am Mittwoch kommt dann noch das Einzelzeitfahren hinzu. Vier Einsätze an sechs Tagen, ist das nicht zu viel? "Lisa ist eine erfahrene Athletin, die wird das verkraften und gut umsetzten können", meint Frauen-Bundestrainer André Korff.  

sw/haz (mit dpa, sid)

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