Liebe unerwünscht | DokFilm | DW | 13.01.2018
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DokFilm

Liebe unerwünscht

Bosnien Herzegowina: Ein Zaun trennt den Schulhof zwischen Muslimen und Kroaten in Travnik. Kontakte zwischen den Ethnien sind unerwünscht. Vor zwanzig Jahren schossen hier Nachbarn auf Nachbarn. Auch heute sind die Folgen des Krieges noch spürbar.

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Die Muslima Amela ist in Travnik zur Schule gegangen und mit dieser Teilung groß geworden. Kontakte zwischen den Volksgruppen sind unerwünscht, selbst in den Hofpausen. Dabei hatte das Verfassungsgericht schon 2012 die "Zwei-Schulen-unter-einem-Dach-Politik" als verfassungswidrig erklärt. Im Alltag wird sie dennoch weiter praktiziert, auch wenn sie heute keiner mehr so nennen will. Doch nicht nur im Schulalltag ist die Distanz zwischen den Volksgruppen sichtbar, auch die Eltern pflegen die ethnische Abgrenzung vom Nachbarn. So war schon immer klar - Amela wird selbstverständlich einen Muslim heiraten. Im Land leben bosnische Muslime, bosnische Kroaten und bosnische Serben. Sie sagen, sie leben gemeinsam, doch beim genaueren Hinsehen leben sie eigentlich nebeneinander. Denn einen Ehepartner einer anderen Volksgruppe würden nur die Wenigsten akzeptieren.