Libyscher Terrorverdächtiger Al-Libi in USA | Aktuell Welt | DW | 15.10.2013
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Aktuell Welt

Libyscher Terrorverdächtiger Al-Libi in USA

US-Eliteeinheiten hatten ihn auf offener Straße in der libyschen Hauptstadt Tripolis gefasst und dann auf einem Kriegsschiff verhört. Nun wird dem mutmaßlichen Al-Kaida-Terrorist Al-Libi in New York der Prozess gemacht.

Der in Libyen festgenommene mutmaßliche Al-Kaida-Terrorist Abu Anas Al-Libi ist in den USA angekommen. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte. Ein US-Kriegsschiff habe den 49-Jährigen nach New York gebracht, wo ihm der Prozess droht. Schon an diesem Dienstag solle der mutmaßliche Terrorist dort vor Gericht erscheinen, berichtete CNN. Al-Libi wurde wegen der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 international gesucht.

US-Eliteeinheiten hatten den Libyer am 5. Oktober mitten in der Hauptstadt Tripolis gefasst und verschleppt. Auf dem US-Marineschiff "San Antonio" im Mittelmeer wurde er festgehalten und verhört. Wegen gesundheitlicher Probleme sei Al-Libi bei seiner Ankunft in den USA zunächst in eine medizinische Einrichtung gebracht worden, berichtete die "New York Times".

Meistgesuchter Terrorist weltweit

Al-Libi wurde wegen der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 mit 224 Todesopfern international gesucht. Der Computerexperte war einer der meistgesuchten Terroristen weltweit. Auf seine Festnahme war eine Belohnung von bis zu fünf Millionen US-Dollar (3,7 Millionen Euro) ausgesetzt. US-Experten erhoffen sich von ihm Insider-Informationen über das Terrornetz Al-Kaida.

Die libysche Übergangsregierung hatte die Verschleppung von Al-Libi als Entführung bezeichnet und Aufklärung verlangt. Sie wollten ihm auf heimischem Boden den Prozess machen. Die USA verteidigten die Aktion als legal. Die USA wüssten, dass Al-Libi eine Verschwörung geplant und mit ausgeführt habe, bei der Hunderte Menschen starben, darunter viele Amerikaner, hatte US-Präsident Barack Obama vergangene Woche gesagt. "Wir haben aussagekräftige Beweise dafür. Und er wird zur Rechenschaft gezogen werden."

as/wl (dpa, ap, afp)