Raketen auf Flughafen von Tripolis abgefeuert | Aktuell Afrika | DW | 22.01.2020
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Libyen

Raketen auf Flughafen von Tripolis abgefeuert

Auf der Libyen-Konferenz in Berlin hatten die Konfliktparteien im libyschen Bürgerkrieg erklärt, die Waffen schweigen zu lassen. Nur drei Tage später ist es wohl zum Bruch dieses Versprechens gekommen.

Libyen ARCHIV 2011 Flughafen Tripolis (picture-alliance/AP Photo/D. Lopez-Mills)

Der Mitiga Flughafen ist der einzig verbliebene Flughafen in Tripolis (Archivbild)

Auf den Mitiga International Airport in der Hauptstadt Tripolis seien sechs Raketen geschossen worden, teilte ein Sprecher der von der UN anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch mit. Mitiga ist der einzig nutzbare Flughafen der libyschen Hauptstadt. Militärsprecher Mohammed Gnunu sprach von einem neuen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe. "Dies ist eine eklatante Bedrohung für die Flugnavigation." 

Der Flugverkehr sei vorübergehend ausgesetzt worden, sagte ein weiterer Militärsprecher. Alle Flüge seien nach Misrata umgeleitet worden, das etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis liegt. Opfer oder Schäden gab es bei dem Angriff dem Sprecher zufolge nicht.

Zwölf Teilnehmerstaaten hatten sich auf der Berliner Libyen-Konferenz am Sonntag zu einer Einhaltung und stärkeren Kontrolle des Waffenembargos für das Krisenland verpflichtet. Sie sagten zudem zu, dass es "keine weiteren Unterstützungsleistungen" aus dem Ausland für die libyschen Konfliktparteien geben soll.

Zudem gaben sie das Ziel aus, aus der derzeitigen Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. Die Waffenruhe gilt im Raum Tripolis seit dem 12. Januar. Seitdem hatten sich beide Seiten mehrfach Verstöße vorgeworfen. Einen dauerhaften Waffenstillstand gibt es bisher nicht. 

lh/ww (dpa, afp) 

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