Lettland wird 18. Land der Euro-Zone | Wirtschaft | DW | 09.07.2013
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Wirtschaft

Lettland wird 18. Land der Euro-Zone

Lettland kann zum 1. Januar 2014 den Euro einführen. Die EU-Finanzminister stimmten in Brüssel für die Aufnahme des nordosteuropäischen Landes ins gemeinsame Währungsgebiet.

"Wir gehen voran, weil wir wissen, wie wichtig dieses Ziel ist", erklärte der lettische Finanzminister Andris Vilks in Brüssel. Der Euro sei ein wichtiger Anker, gerade für kleine Volkswirtschaften in Europa. Das Land mit seinen rund zwei Millionen Bürgern wird das 18. Mitglied des Währungsclubs. Als Umrechnungskurs wurde 0,702804 Lats für einen Euro festgelegt.

Euro-Münzen ab 2014

Anfang Juni hatte die EU-Kommission bereits die Empfehlung zur Aufnahme Lettlands gegeben. Die endgültige Entscheidung lag bei den Finanzministern. Ihre Zustimmung war erwartet worden. Lettland steckte zwar in den Jahren 2008 und 2009 noch in einer schweren finanziellen und wirtschaftlichen Krise, leitete dann aber umfassende Reformen und ein hartes Sparprogramm ein.

Lettland: der Lat geht - der Euro kommt

Mittlerweile erfüllt das baltische Land alle Beitrittskriterien. So lag etwa die Staatsverschuldung 2012 bei 40,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), erlaubt sind 60 Prozent. Das Defizit betrug 1,2 Prozent des BIPs, erlaubt sind 3 Prozent. Die ersten Euro-Scheine und Münzen sollen die Letten ab dem 1. Januar 2014 in den Händen halten können.

Mehrheit dagegen

Allerdings sind nicht alle Letten einverstanden mit dem Beitritt zur Eurozone. In einer Umfrage sprachen sich kürzlich 53 Prozent gegen und nur 21 Prozent für den Währungswechsel aus. Auch in anderen Befragungen unterstützte lediglich etwas mehr als ein Drittel den Euro-Beitritt.

Befürchtet werden Preissteigerungen, außerdem wollen viele Letten nicht für die Euro-Krisenländer im Süden Europas geradestehen müssen. Schließlich hat Lettland sein eigenes Sparprogramm mit Steuererhöhungen und Kürzungen der Sozialausgaben gerade erst hinter sich gebracht.

li/uh/det (afp, dpa, rtr)

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