Löw beginnt Testphase | Sport | DW | 07.10.2017
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Fußball

Löw beginnt Testphase

Nach der vorzeitigen Qualifikation für die WM 2018 in Russland will Bundestrainer Joachim Löw im abschließenden Gruppenspiel gegen Aserbaidschan Wechsel vornehmen. Er plant Umstellungen in allen Mannschaftsteilen.

"Bernd Leno wird im Tor stehen, des Weiteren wird Emre Can im defensiven Mittelfeld beginnen, und ich plane auch, Leroy Sane von Anfang an eine Chance zu geben", sagte Löw am Samstag im Teamhotel der DFB-Elf in Mainz. Außerdem werde Leon Goretzka wie schon beim 3:1 gegen Nordirland am Sonntag in Kaiserslautern in der Startformation gegen Aserbaidschan stehen.

Vor Leno, der Marc-Andre ter Stegen ablöst, könnte es auch im Abwehrzentrum Änderungen geben. Dort stünden die Confed-Cup-Sieger Antonio Rüdiger und Niklas Süle bereit. Auf den Außen sollten Joshua Kimmich und Marvin Plattenhardt gesetzt sein, sofern Löw wieder auf eine Viererkette baut.

Neben Can sollte nach der Abreise von Toni Kroos, der wegen einer Rippenverletzung ausfällt, Sebastian Rudy seinen Platz behalten. Sane, offensiv links, dürfte von Ersatzkapitän Thomas Müller unterstützt werden. Im Angriff werden Sandro Wagner und Lars Stindl erwartet.

Hungrig auf WM-Titel 

Löw hat außerdem einen deutlichen Appell an seine Spieler gerichtet. "Alle 23 müssen auf den Punkt genau auf dem höchsten Niveau sein, um zu jeder Minute, zu jeder Sekunde des Turniers Topleistung abzurufen. Nur dann ist der Titel möglich", sagte der Bundestrainer.

"Der Kampf, an der Spitze zu bleiben, wird brutal hart", sagte Löw: "Wir sind auf dem Papier in der Weltrangliste die Nummer eins, aber das spielt im nächsten Jahr keine Rolle. Da kommen die anderen Nationen topvorbereitet mit Topspielern." Jetzt fange für ihn "die richtige Arbeit erst an. Wenn man sich mit dem zufrieden gibt, ist man schon auf dem Weg nach unten."

Jeder Einzelne müsse "immensen Hunger haben, dieses Turnier unbedingt zu gewinnen. Das wäre eine historische Leistung, die es seit Ewigkeiten nicht mehr gab." Der letzte Weltmeister, der den Pokal auch vier Jahre später wieder gewann, war Brasilien in den Jahren 1958 und 1962.

 "Es wird das schwerste Turnier überhaupt, das ist klar", sagte Löw: "Wir als Weltmeister haben etwas zu verlieren - alle anderen können nur gewinnen. Das ist keine einfache Ausgangssituation, das verlangt eine Topleistung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers."

Die DFB-Elf spiele einen "klasse Stil", gehöre zum Favoritenkreis und sei seit dem Triumph von Rio 2014 zu einer "Benchmark" im internationalen Fußball geworden, sagte Löw. Aber: "Wir müssen hart daran arbeiten, um uns in allen Bereichen zu verbessern." Er wäre deshalb "heilfroh", wenn er bei der Kader-Zusammenstellung 2018 "eine Riesenauswahl" habe "und die Entscheidung schwer fällt".

Bewerbungslogo des DFB für EM 2024

Neben der neuen Startformation hat Joachim Löw gemeinsam mit DFB-Präsident Reinhard Grindel das Bewerbungslogo des Deutschen Fußball-Bundes für die Europameisterschaft 2024 präsentiert. "Für uns alle wäre es eine tolle Geschichte", sagte Löw zu dem erhofften Zuschlag durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) im September kommenden Jahres. Einziger DFB-Konkurrent ist die Türkei. In einem offenen Design-Wettbewerb waren mehr als 2000 Entwürfe eingereicht worden. Die über 50.000 Umfrageteilnehmer votierten mehrheitlich für den Entwurf von Igor Petrovic aus Serbien. Das Logo in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold zeigt zwei Herzen und eine 24.

Mainz Fußball-Nationalmannschaft Grindel und Jogi Löw bei PK WM-Qualifikation Deutschland - Aserbaidschan (picture-alliance/dpa/T. Frey)

Grindel, Goretzka und Löw (v.l.) präsentieren das Bewerbungslogo des DFB für die EM 2024.

"Die EM 2024 soll ein Turnier sein für alle Menschen in Europa in einer Zeit, wo zu sehr auf das Nationale geschaut wird", erklärte Grindel. "Ein Turnier im eigenen Land elektrisiert alle", sagte Löw in Erinnerung an das sogenannte WM-Sommermärchen 2006 in Deutschland. 

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