Kurden: IS im Osten Syriens zurückgedrängt | Aktuell Nahost | DW | 03.12.2017
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"Islamischer Staat"

Kurden: IS im Osten Syriens zurückgedrängt

Die YPG-Miliz erklärt, sie habe das verbliebene Herrschaftsgebiet des "Islamischen Staates" im Land weiter verkleinert. Unterstützung kam nicht nur von den USA, sondern auch von unerwarteter Seite.

Syrien YPG Kämpfer in Qamishli (Getty Images/AFP/D. Souleiman)

Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG), hier in der syrischen Stadt Kamischli (Archivbild)

Die Kurdenmiliz YPG hat einen wichtigen Erfolg gegen den "Islamischer Staat" (IS) im Osten Syriens vermeldet. Der östliche Teil der Provinz Dair as-Saur sei "von den IS-Söldnern befreit" worden, teilten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) mit. Dabei wurden sie wie bereits in früheren Fällen von der US-geführten Koalition unterstützt - nach eigenen Angaben zum ersten Mal aber auch von russischen Streitkräften.

Wie die kurdische Nachrichtenagentur ANHA meldet, war eine russische Militärdelegation eigens zur Verlesung der Mitteilung der YPG in der Stadt Dair as-Saur gekommen. Bislang hatten die Syrischen Demokratische Kräfte (SDF), deren Rückgrat die YPG bilden, stets betont, es gebe keine Kooperation mit Moskau.

Fluss scheidet die Lager

Die YPG sind östlich des Flusses Euphrat im Einsatz, der die Provinz in zwei Gebiete teilt. Im westlichen Teil kämpfen die von Russland unterstützten syrischen Truppen gegen die Dschihadisten. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind immer noch einige Dörfer an beiden Ufern des Euphrat in der Hand des IS.

Die YPG kündigten an, in Dair as-Saur Zivilräte auf Basis demokratischer Regeln und einer Selbstverwaltung zu bilden, in denen sowohl Kurden als auch Araber vertreten sein sollen.

Die kurdischen Rebellen und ihre Verbündeten kontrollieren mittlerweile rund ein Viertel Syriens. Nach der weitgehenden Vertreibung des IS hoffen die syrischen Kurden auf eine stärkere Autonomie im Noden des Landes. Die Unterstützung der kurdischen Milizen durch die USA hat vor allem die Türkei erzürnt, weil diese ein Erstarken der Kurden im eigenen Land fürchtet.

jj/kle (dpa, afp)