Kriminalfall Lübcke: Festgenommener wieder auf freiem Fuß | Aktuell Deutschland | DW | 09.06.2019
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Kriminalität

Kriminalfall Lübcke: Festgenommener wieder auf freiem Fuß

Im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Polizei einen Mann festgenommen und befragt. Danach durfte er wieder gehen. Laut Medien ist es ein junger Mann aus dem privaten Opfer-Umfeld.

Deutschland Ermittlungen im Fall Lübcke (picture-alliance/dpa/S. Pförtner)

Ermittler der Polizei kontrollieren die Terrasse am Haus des getöteten Regierungspräsidenten

"Der Mann wurde befragt und konnte danach wieder gehen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Weitere Einzelheiten gab er nicht bekannt. Zuvor hatte die Polizei erklärt: "Wir haben die Person bei uns und wollen Informationen gewinnen." Die Person könne noch nicht als verdächtig bezeichnet werden. Sie sei am Samstagnachmittag in Gewahrsam genommen worden. 

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) schreibt unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Festgenommene habe in privater Beziehung zu dem getöteten CDU-Politiker gestanden. Welcher Art der Kontakt war, müsse noch weiter ermittelt werden, heißt es in dem Bericht. 

Auf die Spur des Mannes kam die Polizei laut FAZ durch die umfangreiche Auswertung privater Daten des Getöteten. Dazu habe dem Vernehmen nach auch die Auswertung seines Mobiltelefons gehört, schreibt das Blatt weiter. Offenbar habe es darüber hinaus weitere Anhaltspunkte gegeben, die zur Festnahme geführt hätten.

Deutschland Ermittlungen im Fall Lübcke (Reuters/R. Orlowski)

Polizisten suchen die Umgebung des Tatorts ab

160 Hinweise aus der Bevölkerung

Zuvor hatten die Staatsanwaltschaft Kassel und die eingerichtete Sonderkommission der Polizei mitgeteilt, bis Samstagmittag seien 160 Hinweise aus der Bevölkerung zu den möglichen Umständen des Todes von Lübcke eingegangen. Kurz zuvor hatte das ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Zeugenaufruf ausgestrahlt.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag gegen 0:30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden.

Die Trauerfeier für den getöteten Regierungspräsidenten ist für den 13. Juni in Kassel geplant. 

hk/jj/kle (dpa, FAZ, ARD)