Krawalle nach Lehrerprotesten in Brasilien | Aktuell Amerika | DW | 16.10.2013
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Aktuell Amerika

Krawalle nach Lehrerprotesten in Brasilien

Rio de Janeiro kommt nicht zur Ruhe. Wieder gab es nach friedlichen Demonstrationen von Lehrern und Studenten massive Ausschreitungen. Maskierte schleudern Flaschen und Steine. Die Polizei greift hart durch.

Im Zentrum von Brasiliens Sechs-Millionen-Metropole Rio de Janeiro haben sich ein weiteres Mal hunderte vermummte Randalierer Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengasgranaten, Gummigeschosse und Schlagstöcke gegen die Krawallmacher ein.

Auch in Sao Paulo gab es wieder massive Zusammenstöße zwischen Polizisten und gewaltbereiten Demonstranten. Randalierer zerstörten Omnibusse und Autos. Bankfilialen wurden verwüstet. Laut Medienberichten nahm die Polizei in beiden Städten insgesamt mehr als 120 Personen fest.

Krawallmacher errichten brennende Barrikaden (Foto: rtr)

Krawallmacher errichten brennende Barrikaden

"Tag des Lehrers"

Zuvor waren am "Tag des Lehrers" landesweit Zentausende Menschen zu friedlichen Protesten auf die Straße gegangen. Der größte Demonstrationszug fand mit 10.000 Teilnehmern in Rio de Janeiro statt, wo die Pädagogen der öffentlichen Schulen seit mehr als zwei Monaten für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen streiken. Der Ausstand richtet sich gegen einen Beschluss der Stadtregierung, der Lohnerhöhungen nur für Vollzeit-Kräfte vorsieht.

Zudem fordern die Lehrer mehr Investitionen im Bildungsbereich. Auch in den Bundesstaaten Goias und Mato Grosso sind Pädagogen seit Wochen im Streik.

Anhänger des sogenannten Schwarzen Blocks für Randale missbrauchen die Protestaktionen immer wieder für ihre Zwecke. Erst vor einer Woche störten maskierte Randalierer einen Marsch tausender Lehrer durch Rio de Janeiro und lieferten sich Straßenschlachten mit Sicherheitskräften.

se/cw (dpa, ape, epd)

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