Koreanische Halbinsel: ″Kein Anlass für Optimismus″ | Aktuell Asien | DW | 07.03.2018
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Atomkonflikt

Koreanische Halbinsel: "Kein Anlass für Optimismus"

Südkoreas Präsident Moon Jae In dämpft die Erwartungen nach den jüngsten Gesprächen mit Nordkorea. Neben Pjöngjangs Atomprogramm bleiben die Sanktionen gegen Nordkorea ein Knackpunkt.

Nordkorea Kim Jong Un spricht mit südkoreanischer Delegation (Reuters/Yonhap)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Gespräch mit einer südkoreanischen Delegation (06.03.2018)

Trotz der positiven Signale im Nordkoreakonflikt hat Südkoreas Präsident Moon Jae In vor überzogenen Erwartungen gewarnt. "Es sei noch "zu früh, um optimistisch zu sein". Verhandlungen über eine atomare Abrüstung seien nur im Schulterschluss mit den USA erfolgversprechend, sagte Moon, der sich im April mit Machthaber Kim Jong Un treffen will.

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Zum Dialog bereit

Beim Besuch einer südkoreanischen Delegation im Norden hatte Kim diese Woche erklärt, auf Atomwaffen zu verzichten, wenn die Sicherheit seines Landes garantiert sei und während der Dialogphase keine Atom- und Raketentests durchzuführen. Zudem erklärte sich Nordkorea bereit, auch mit den USA über Abrüstung sprechen zu wollen.

 

Trump bleibt bei Zuckerbrot und Peitsche

US-Präsident Donald Trump nannte die Einigung auf das historische Treffen zwischen Moon und Kim "sehr positiv". Zugleich erklärte Vizepräsident Mike Pence, die USA und Verbündete seien entschlossen, weiterhin "maximalen Druck" auf Nordkorea auszuüben. Dazu passen die Pläne der USA, die von Nordkorea scharf kritisierten gemeinsamen Militärübungen mit Seoul nach den Paralympics in Südkorea wieder aufzunehmen.

Der nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats bezweifelt, dass Nordkorea zum tatsächlich Atomwaffenverzicht steht und nannte diesen gleichzeitig als Bedingung für eine Abmachung.

Auch im Bereich der Sanktionen ist noch keine Entspannung zu erwarten. Zuletzt hat Washington weitere Strafmaßnahmen verhängt. Sie stehen im Zusammenhang mit dem 

tödlichen Anschlag auf Kim Jong Nam, den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber, auf dem Flughafen in Kuala Lumpur. Die USA gehen davon aus, dass dieser im Auftrag Pjöngjangs ermordet wurde.

Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms eine Reihe von Sanktionen verhängt, die im vergangenen Jahr wiederholt verschärft wurden. Damit reagierten die Vereinten Nationen auf neue Raketentests und den sechsten und bislang größten Atomwaffentest des international isolierten Landes im vergangenen September.

fab/ww (afp, rtr, dpa)

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