Konzert für die Terror-Opfer von Halle | Aktuell Deutschland | DW | 19.10.2019
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#HalleZusammen

Konzert für die Terror-Opfer von Halle

Zehn Tage nach dem antisemitischen Terroranschlag sind zahlreiche Künstler zu einem Solidaritätskonzert nach Halle an der Saale gekommen. Sie wollen ein Zeichen für Toleranz sowie gegen Ausgrenzung und Hass setzen.

Zum Auftakt erklang das Glockenspiel des Roten Turms auf dem Marktplatz, einem der Wahrzeichen der Stadt in Sachsen-Anhalt. Unter dem Motto "#HalleZusammen" treten bei der von verschiedenen Medienunternehmen und der Stadt Halle organisierten Veranstaltung Künstler wie Alice Merton, Max Giesinger, Joris, Mark Forster und Michael Schulte auf. Auch Mitglieder des Rundfunkchores des Mitteldeutschen Rundfunks, Musiker der Staatskapelle und der Oper Halle sind mit Beiträgen vertreten. Sie alle wollen mit der Aktion ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Miteinander sowie gegen Ausgrenzung und Hass setzen.

Der Slogan "#HalleZusammen" erinnert an den Wahlspruch "Nur zusammen" der Anhänger des Fußball-Drittligisten Hallescher FC, zu dessen Fans auch der 20-Jährige gehörte, den der Attentäter erschossen hat.

Deutschland Solidaritätskonzert für die Terror-Opfer von Halle (poictuere-alliance/dpa/P. Endig)

Die Band "KLAN" auf der Bühne auf dem Marktplatz von Halle

Am 9. Oktober, dem Tag des jüdischen Jom-Kippur-Festes, hatte ein Deutscher schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge der Stadt einzudringen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf den jungen Mann in einem Döner-Imbiss.

Der 27-jährige Beschuldigte gestand die Tat und gab rechtsextremistische und antisemitische Motive an. Bei seiner Haftvorführung erklärte Stephan B., die Tat bereits seit Frühjahr dieses Jahres geplant zu haben. Laut Ermittlerkreisen bezeichnete er das antimuslimische Massaker von Christchurch in Neuseeland, bei dem im März 51 Menschen starben, als "eine Art Initialzündung" für seine Mordpläne.

qu/uh (dpa/mdr)

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