Komplize von Bataclan-Attentätern gefasst | Aktuell Europa | DW | 08.03.2021
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Islamistischer Terror

Komplize von Bataclan-Attentätern gefasst

Dem überlebenden Haupttäter der Pariser Anschläge von 2015 soll bald der Prozess gemacht werden. Doch es werden auch immer mehr Unterstützer aufgespürt.

Italien | Coronavirus | Polizeikontrollen

Polizeieinsatz in Italien (Symbolbild)

Mehr als fünf Jahre nach den Anschlägen islamischer Extremisten in Frankreich ist in Italien ein mutmaßlicher Helfer festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, wird der 36-jährige Algerier verdächtigt, den damaligen Tätern gefälschte Dokumente verschafft zu haben. Er sei in der Stadt Bari an der Adria gefasst worden. Die Festnahme gehe auf eine "breite internationale Kooperation" der Sicherheitsbehörden zurück, hieß es weiter.

Den koordinierten Attentaten, die am 13. November 2015 an mehreren Orten in Paris verübt wurden, fielen 130 Menschen zum Opfer; mehrere Hundert wurden verletzt. Zu den Tatorten zählten der Konzertsaal Bataclan, ein Fußballstadion sowie mehrere Bars und Restaurants. Zu den schwersten Anschlägen in der jüngeren französischen Geschichte hatte sich die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde die Mordserie von einer französisch-belgischen Gruppe mit Verbindungen nach Syrien ausgeführt.

Frankreich Paris | Gedenken an Terroranschläge 2015 | Bataclan

Frankreichs Ministerpräsident Castex (hinten, links) erinnert im November an den Angriff im Konzertsaal Bataclan in Paris

Nur einer der neun Attentäter wurde lebend gefasst: der 31-jährige Salah Abdeslam. Dem Franzosen mit marokkanischen Wurzeln soll - ebenso wie mehreren Helfern - in diesem Jahr der Prozess gemacht werden. In einem anderen Verfahren wurde er bereits zu langjähriger Haft verurteilt, weil er nach seiner Flucht in Belgien in eine Schießerei verwickelt war, bei der mehrere Polizisten verletzt wurden. In Belgien laufen auch Verfahren gegen 14 mutmaßliche Komplizen, die die Täter materiell oder durch bereitgestellten Wohnraum unterstützt haben sollen.

jj/AR (dpa, afp, rtr)

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