Kommentar: Leverkusens Weg zum Glück | Sport | DW | 13.12.2017
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Fußball

Kommentar: Leverkusens Weg zum Glück

Nach fünf Spieltagen dümpelte Leverkusen im Tabellenkeller herum. Elf Spiele ohne Niederlage später steht Bayer nun auf Rang vier. DW-Redakteur Jens Krepela sieht gute Gründe für die Erfolgsserie.

Tabellenplatz 14, auf Tuchfühlung mit den Abstiegsplätzen - so war das bei Bayer Leverkusen. Trainer Heiko Herrlich sagte sogar schon, man stehe "mit dem Rücken zur Wand". Jetzt hat er mit seinem Team die Champions League im Blick. 

Krepela Jens Kommentarbild App NEU

DW-Redakteur Jens Krepela

Der Schlüssel zum Erfolg: Herrlich hat es geschafft, dem offensivstarken Team eine stabilere Abwehr zu verpassen. Nach neun Gegentoren in den ersten fünf Partien der Saison kassierte die Defensive um Sven Bender, Panagiotis Retsos und Jonathan Tah nur noch zehn Treffer in elf Spielen. Damit hat sich die "Werkself" in die Spitzengruppe der Tabelle gearbeitet. Nach dem Sieg gegen Bremen war auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler voller Anerkennung: "Die Mannschaft ist sehr stabil. Ich bin sehr zufrieden."

Angriffswucht aus Deutschland und Jamaika

Im Angriff zeigen sich gleich zwei von ihrer besten Seite: Kevin Volland ist in Leverkusen endlich wieder der Vollstrecker. Mit neun Saisontoren ist er Dritter in der Torjägerliste. Gerne und gut in Szene gesetzt von Flügelstürmer Leon Bailey. Mit seinem Tempo leitete der gerade mal 20-jährige Jamaikaner gegen Bremen den Angriff zum Siegtor ein und war darüber hinaus mit seinen Standards gefährlich. Am vergangenen Wochenende lieferte er gegen Stuttgart gleich beide Torvorlagen. Da wundert es nicht, dass englische Medien von einem Angebot des FC Chelsea für den Jungstar berichten. Er ist eine echte Entdeckung.

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Leon Bailey: "Ich habe schon immer gegen die Großen gespielt"

Als guter Griff entpuppt sich auch Trainer Heiko Herrlich. Die Zweifel waren groß als er bei Bayer als Nachfolger von Tayfun Korkut präsentiert wurde. Doch nach Anlaufschwierigkeiten hat er es geschafft dem Team Struktur und Selbstvertrauen zu geben. Faktoren die in der vergangenen Saison kaum zu sehen waren. Jetzt glänzt sein Team in Sachen Fleiß und Disziplin. Nicht umsonst gehört seine Elf zu den laufstärksten Mannschaften der Liga. Dann kommt im entscheidenden Moment auch noch das Quäntchen Glück dazu, wie eben beim knappen 1:0-Erfolg gegen Bremen. Aber wie heißt es so schön: "Glück muss man können."

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