Kolumbien lässt Ex-FARC-Kommandeur frei | Aktuell Amerika | DW | 31.05.2019
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Friedensprozess

Kolumbien lässt Ex-FARC-Kommandeur frei

Der frühere Guerrilla-Anführer passierte die Gefängnistüren gleich mehrmals: Vor knapp zwei Wochen war Jesús Santrich schon einmal freigekommen, wurde aber kurz darauf wieder festgenommen - auf Druck der USA.

Kolumbien Bogota - Seuxis Hernandez alias Jesus Santrich spricht auf Pressekonferenz (picture-alliance/dpa/AP/F. Vergara)

Seuxis Hernandez, genannt Jesús Santrich, spricht nach seiner Freilassung vor Journalisten

Kolumbiens oberstes Gericht hatte am Mittwoch angeordnet, Jesús Santrich müsse sofort auf freien Fuß gesetzt werden. Die Richter verwiesen dabei auf ein Kongressmandat, das Santrich für die Partei der aufgelösten Guerillagruppe FARC innehat.

Santrich, der durch eine Erkrankung erblindet ist, saß seit April 2018 auf Drängen der USA in Haft. Er war am Freitag nach seiner Haftentlassung auf Druck der Vereinigten Staaten sofort wieder festgenommen worden. Die US-Botschaft hatte die kolumbianischen Behörden "dringend gebeten", Santrich nicht aus dem Gefängnis zu entlassen.

Zehn Tonnen Schnee

Die USA werfen dem 52-Jährigen vor, zwischen Juni 2017 und April 2018 am Schmuggel von zehn Tonnen Kokain in die USA beteiligt gewesen zu sein. Santrich, der eigentlich Seuxis Paucias Hernández heißt, beteuerte stets seine Unschuld und sprach von einer Verschwörung Washingtons und der kolumbianischen Staatsanwaltschaft.

Der jahrzehntelange Guerilla-Krieg zwischen den linksgerichteten Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der kolumbianischen Regierung war im Dezember 2016 mit einem Friedensabkommen beendet worden.

jj/jv (dpa, afp)

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