Kolumbien - Der lange Weg zum Frieden | DokFilm | DW | 29.11.2019
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DokFilm

Kolumbien - Der lange Weg zum Frieden

Gibt es Frieden in Kolumbien? Auch drei Jahre nach dem Friedensvertrag existiert keine klare Antwort. Die Doku zeigt den dramatischen Konflikt zwischen Guerilla und Regierung, der bis heute von Kriegsfolgen und sozialer Ungleichheit gezeichnet ist.

Video ansehen 42:36

Bogotá, 2016: das Jahr, das in die kolumbianischen Geschichtsbücher eingehen wird. Nach einem rund 50 Jahre währenden Bürgerkrieg sind die Kampfparolen scheinbar verhallt und eine politische Lösung ist gefunden: Die revolutionären Streitkräfte der marxistischen Farc-Guerilla und die Regierung beschließen, ein historisches Friedensabkommen zu unterzeichnen - vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Nicht nur die bewaffnete Auseinandersetzung, sondern auch die Kluft zwischen Arm und Reich hätte damit beendet werden können. Ein landesweites Referendum Anfang Oktober 2016 sollte der Regierung die demokratische Legitimation dafür erteilen - die Zustimmung galt als sicher. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Die kolumbianische Bevölkerung lehnt das Abkommen mit den Farc-Rebellen ab - mit einer hauchdünnen Mehrheit. Ein Schock für das südamerikanische Land, in dessen Bürgerkrieg mindestens 220.000 Menschen ihr Leben verloren haben und sechs Millionen als Vertriebene heimatlos wurden. Nach landesweiten Demonstrationen von Studierenden wird schließlich ein neuer, überarbeiteter Friedensvertrag im November 2016 unterzeichnet. Der Filmemacher Uli Stelzner hat die dramatischen Ereignisse im Jahr 2016 und den schwierigen Prozess der Umsetzung des Abkommens begleitet. Offiziell herrscht Frieden In Kolumbien, doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Eine Bestandsaufnahme.