Kobel verhindert größeres BVB-Debakel gegen Amsterdam | Sport | DW | 19.10.2021
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Champions League

Kobel verhindert größeres BVB-Debakel gegen Amsterdam

Borussia Dortmund gerät in der Champions League bei Ajax Amsterdam unter die Räder. Torhüter Gregor Kobel verhindert noch Schlimmeres. RB Leipzig verpasst eine Überraschung in Paris. 

Fussball | Champions League | Ajax - Borussia Dortmund | Tor: (4:0)

Obwohl Sebastien Haller (l.) hier das vierte Tor für Ajax erzielt, war Keeper Gregor Kobel (r.) der große BVB-Rückhalt

Gregor Kobel ging vom Spielfeld und schaute ein wenig ungläubig auf die Anzeigetafel. Schließlich leuchtete dort nach 45 Minuten nur ein 2:0 für Ajax Amsterdam gegen Borussia Dortmund auf. Dabei wusste der BVB-Torhüter genau wie seine Kollegen, dass es zu diesem Zeitpunkt schon deutlich höher hätte stehen können für die Gastgeber in der Amsterdam-Arena. Am Ende, nach 90 Minuten in dieser Champions-League-Partie der Gruppe C, setzten sich die Niederländer mit 4:0 (2:0) durch und verteidigten damit die Tabellenführung. 

Die Dortmunder hatten keinen guten Tag erwischt an diesem Dienstagabend - mit Ausnahme von Kobel. Denn der 23-Jährige warf sich in jeden Ball, der ihm irgendwie in die Nähe kam. Er war der Fels in der tosenden Brandung, der den BVB so gut es ging über Wasser hielt und ein noch höheres Debakel verhinderte. 

Elf Torschüsse ließen die Dortmunder allein in der ersten Hälfte zu, zwei Treffer von Marco Reus (11. Minute, Eigentor) und Daley Blind (25.) sprangen dabei heraus. Und noch ein Pfostentreffer. Den Rest vereitelte Kobel mit teils waghalsigen und spektakulären Paraden. 

Klare Nummer eins

Kobel hat gegen die Niederländer nachgewiesen, weshalb die Dortmunder Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Michael Zorc und den Leiter Lizenzbereich, Sebastian Kehl, den Schweizer vor der Saison für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet haben. Die vermeintliche, jahrelang von der Öffentlichkeit und den Fans kritisierte Schwachstelle auf der Torlinie sollte durch Kobel geschlossen werden. Marwin Hitz und Roman Bürki waren die Vorgänger Kobels. Wohl niemand dürfte Zweifel an der Entscheidung von Trainer Marco Rose haben, Kobel zur Nummer eins gemacht zu haben. 

Champions League | Ajax - Borussia Dortmund

Beim Eigentor von Marco Reus (l.) in der 11. Minute war BVB-Keeper Gregor Kobel (r.) ohne Chance

Dass Kobel sich in Amsterdam aber so auszeichnen konnte, hatte mit der völligen Unterlegenheit seiner Vorderleute gegen die leidenschaftlich aufspielenden und technisch hoch versierten Niederländer zu tun. Dem BVB fehlte es so gut wie an allem, was eine erfolgreiche Fußball-Mannschaft ausmacht. Nicht einmal Ausnahmestürmer Erling Haaland, der trotz der desolaten Dortmunder Vorstellung drei sehr gute Kontermöglichkeiten hatte, konnte einen Treffer erzielen. 

Kein Spitzenteam

Das Rose-Team war an diesem Abend alles andere als eine Spitzenmannschaft. Vielmehr liefen die BVB-Profis ihren Gegenspielern meist hinterher. In der zweiten Halbzeit ließen die Dortmunder weitere acht Torschüsse des Gegners zu - viel zu viel, um irgendwie noch glimpflich aus dieser Partie heraus zu kommen. 

Antony (52.) und Sebastien Haller (72.) erzielten im zweiten Durchgang dann auch noch folgerichtig den dritten und vierten Treffer für Ajax. An sämtlichen Gegentoren traf Kobel keine Schuld. Dennoch schlich auch er nach dem Abpfiff wie ein begossener Pudel vom Spielfeld, während 54.000 Zuschauer lautstark ihr Ajax-Team feierten. 

Leipzig mit knapper Pleite in Paris

RB Leipzig hat in der Champions League die nächste Niederlage kassiert. Trotz einer kämpferisch starken Vorstellung verlor der deutsche Vizemeister bei Paris Saint-Germain 2:3 (1:1). Kylian Mbappé (9.) und der argentinische Superstar Lionel
Messi mit zwei Toren (67. und 74./Foulelfmeter) trafen im Prinzenpark gegen den Bundesligisten.

Vor 48.000 Zuschauern hatten André Silva (28.) und Nordi Mukiele (57.) zwischenzeitlich überraschend das Spiel zugunsten von Leipzig gedreht. Die punktlosen Leipziger haben damit nur noch theoretisch die Chance auf das Achtelfinale. In der Nachspielzeit verschoss Mbappé noch einen Foulelfmeter.

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