Klischees über Afrika bremsen touristische Entwicklung | DW Reise | DW | 01.06.2018
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Reise

Klischees über Afrika bremsen touristische Entwicklung

Vorurteile und ein schlechter Ruf machen Afrika offenbar zu einer der unbeliebtesten Zielregionen für internationale Touristen. Dadurch fehlen dem Kontinent wichtige Einnahmen.

Ghana Strand von Elmina (Imago/photothek/T. Trutschel)

Strand von Elmina in Ghana

Wie das Fachmagazin "New African" (Juni-Ausgabe) berichtet, fehlen dem Kontinent die so wichtigen Einnahmen aus dem Tourismus. Im vergangenen Jahr seien 4,2 Prozent aller Touristen weltweit nach Afrika gereist.

Der Politzeitschrift zufolge ist die niedrige Besucherzahl weniger auf messbare Umstände wie schlechte Infrastruktur oder mangelnde Stromversorgung zurückzuführen und vielmehr auf Klischees und eine negative Wahrnehmung. "Da Afrika es nicht geschafft hat, sich neu zu vermarkten, wird die Marke nach wie vor über Nachrichtenbilder wie Konflikt, Armut und Krankheit definiert", heißt es.

Taleb Rifai, langjähriger Generalsekretär der UN-Tourismusorganisation, empfiehlt dem Kontinent deshalb, das negative Ansehen in Entwicklung umzuwandeln. "Ich nenne es nicht Chaos, sondern Energie. In Slums sehe ich nicht Armut, sondern das Leben", so der Diplomat. "Man muss einige dieser Klischees, die international als weniger positiv angesehen werden, herauspicken und auf eine Weise verkaufen, die sagt: Das sind wir. Kommt und seht es euch an."

is/ks (kna)

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