Klimawandel bringt Nomaden und Rentiere in Bedrängnis | Global Ideas | DW | 04.08.2020
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Global Ideas

Klimawandel bringt Nomaden und Rentiere in Bedrängnis

Was macht der Klimawandel mit den letzten großen Rentierherden Sibiriens? Welche Auswirkungen hat er auf die Menschen, die mit den Tieren leben und umherziehen? Forscher arbeiten daran, das herauszufinden.

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Russland: Der Klimawandel bedroht die Rentiere in der Arktis

Der Biologe Egor Kirillin ist in einer wichtigen Mission unterwegs. Tief in der sibirischen Wildnis in der russischen Republik Sacha wartet er am Fluss Oljenok darauf, dass die wilde Rentierherde ins Wasser stürmt.

Die Tiere müssen hindurch, wenn sie ihrer  Migrationsroute in Richtung Süden folgen wollen. Das ist für Kirillin die Gelegenheit, die Tiere mit Satellitensendern zu markieren. Dafür braucht es starke Nerven. Aber es ist die einzige Möglichkeit, wichtige Daten über das Wanderverhalten der Tiere zu sammeln und herauszufinden, warum ihre Zahl sinkt.   

Kirillins Kollege von der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Ethnologe Alexander Volkovitsky, erforscht das Leben und die Bräuche der Nenzen. Die Nenzen sind  Nomaden. Sie züchten  Rentiere und ziehen mit ihren  Herden umher. Sie müssen selbst  kleinste klimatische Veränderungen fürchten, weil sie dramatische Auswirkungen auf ihre Umwelt haben können. Volkovitsky möchte verstehen, was die globale Erwärmung für die traditionelle Lebensweise der Nenzen bedeutet.   

Ein Film von Boas Schwarz

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