Kinder in bewaffneten Konflikten sind völkerrechtlich geschützt | Wirtschaft | DW | 19.12.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Kinderrechte

Kinder in bewaffneten Konflikten sind völkerrechtlich geschützt

Keine Kindersoldaten unter 18 Jahre. So steht es im ersten Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention.

In der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 wird auch die Beteiligung von Kindern in bewaffneten Konflikten behandelt. Artikel 38 schreibt für den Einsatz von Kindern in Streitkräften ein Mindestalter von 15 Jahren vor.

Es gab jedoch bereits bei der Verabschiedung der Konvention viele Länder, die eine Altersgrenze von 18 Jahren befürworteten. Im Jahr 2000 wurde deshalb ein Zusatzprotokoll verabschiedet, um die Konvention zu ergänzen. Mittlerweile sind 166 Länder dem ersten Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention beigetreten – und haben das Mindestalter für eine Beteiligung an bewaffneten Konflikten auf 18 Jahre angehoben.

UN-Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 250.000 Kindersoldaten, die in 18 Ländern eingesetzt werden.

Aktuell steht der mutmaßliche Warlord Dominic Ongwen beim Internationalen Strafgerichtshof in den Haag vor Gericht. Er war in Uganda einer der Anführer der Terrorgruppe Lords Resistance Army ("Widerstandsarmee des Herrn") und ist angeklagt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen – unter anderem  Mord, Folter, Sklaverei und Überfälle auf die Zivilbevölkerung. Der 41-Jährige weist die Vorwürfe zurück und beruft sich darauf, dass er selbst ein Opfer der LRA gewesen ist, da er mit zehn Jahren von der Terrorgruppe entführt worden sei.