Kim Jong Un bekommt Post vom US-Präsidenten | Aktuell Asien | DW | 23.06.2019
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Brieffreundschaft

Kim Jong Un bekommt Post vom US-Präsidenten

Nordkoreas Machthaber hat einen Brief aus den USA bekommen - mit "ausgezeichnetem Inhalt", wie Kim mitteilte. Den will er nun "ernsthaft prüfen". Der Absender: Donald Trump. Ihm bescheinigt Kim "außerordentlichen Mut".

Medienwirksam hält Nordkoreas Führer Kim Jong Un ein Schreiben in den Händen. Kim habe "mit Zufriedenheit" festgestellt, dass der Brief von US-Präsident Donald Trump einen "ausgezeichneten Inhalt" habe, meldet die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kim schätze "die politische Urteilsfähigkeit und den außerordentlichen Mut" Trumps und wolle "den interessanten Inhalt" des Schreibens "ernsthaft prüfen". Angaben zum eigentlichen Text machte die Agentur nicht.

"Schöner Brief" von Kim

Vor knapp zwei Wochen hatte Trump nach eigenen Angaben einen weiteren "schönen Brief" von Kim erhalten. Trump sprach von einem "sehr persönlichen, netten und warmherzigen" Brief. Zum Inhalt äußerte sich der Präsident nicht. Er meinte nur: "Ich glaube, es wird etwas sehr Positives passieren".  

Die Verhandlungen über Pjöngjangs Atom- und Raketenprogramm stecken bislang allerdings in der Sackgasse. Kim stimmte beim historischen ersten Gipfeltreffen mit Trump im Juni 2018 grundsätzlich einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu. Konkrete Schritte wurden damals aber nicht vereinbart. In dem Jahr gab es einen ersten Briefwechsel zwischen beiden Staatslenkern. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, sagte seinerzeit, es gehe um Nordkoreas vollständige atomare Abrüstung.

USA-Nordkorea Gipfel - Donald Trump, Kim Jong Un (picture-alliance/dpa)

Auch ein Gespräch an der frischen Luft beim Gipfel in Hanoi brachte nicht den Durchbruch

Der zweite Gipfel in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi im Februar wurde abgebrochen. Nordkorea hatte eine Aufhebung der internationalen Sanktionen gefordert, über eine Gegenleistung Pjöngjangs gab es aber keine Einigung. 

Trump: "Er hat sein Wort gehalten"

Nordkorea testete nach den Beratungen in Vietnam auch wieder Raketen. Die Versuche wurden vom Weißen Haus aber nicht als Verschärfung der Situation gesehen. Trump sagte, es habe keine nuklearen Tests und keine Tests von Langstreckenraketen gegeben. Mit Blick auf Kim betonte der Präsident: "Er hat mir gegenüber sein Wort gehalten. Das ist sehr wichtig."

se/ust (rtr, ap, dpa, afp) 

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