Kim droht USA mit ″neuem Weg″ | Aktuell Welt | DW | 01.01.2019
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Nordkorea

Kim droht USA mit "neuem Weg"

Neujahrsansprachen gibt es viele - doch in Nordkorea ist das die Gelegenheit, Weltpolitik zu betreiben. Machthaber Kim richtet seine Worte vor allem an die Supermacht des Westens. Das geht nicht ohne Drohungen ab.

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Kim verlangt Ende der US-Sanktionen

"Falls die USA ihre vor der ganzen Welt gemachten Versprechen nicht erfüllen, unsere Geduld falsch einschätzen und an Sanktionen und Druckmitteln festhalten, um Dinge einseitig zu erzwingen, werden wir wahrscheinlich keine andere Wahl haben, als einen neuen Weg auszuloten", sagte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im staatlichen Fernsehen. Darüber hinaus forderte er, dass die Militärmanöver der USA mit Südkorea beendet werden und keine strategischen Waffen aus dem Ausland auf die koreanische Halbinsel gebracht werden dürften. Wie der von ihm angedeutete "neue Weg" aussehen könnte, ließ Kim in seiner Neujahrsansprache offen. 

Zugleich betonte er, dass ihm an guten Beziehungen mit den USA gelegen sei. So sei er jederzeit bereit, sich erneut mit Präsident Donald Trump zu treffen. Ziel sei es, "ein Ergebnis hervorzubringen, das von der internationalen Gemeinschaft begrüßt wird". 

Nur unverbindliche Zusagen

Trump und Kim waren im Juni in Singapur zu einem vielbeachteten Gipfel zusammengekommen. Dabei willigte der nordkoreanische Machthaber in die "Denuklearisierung" seines Landes ein, ohne jedoch verbindliche Zusagen zu machen. Nordkorea lehnt eine vollständige atomare Abrüstung ohne Gegenleistungen ab und droht mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms, sollte Washington die Wirtschaftssanktionen nicht aufheben. Die USA beharren hingegen auf dem vollständigen Stopp des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms - als Vorbedingung. 

Für Anfang 2019 ist ein zweiter möglicher Gipfel anvisiert. Die bereits seit Monaten laufenden Vorbereitungen sind allerdings wiederholt ins Stocken geraten. Das diplomatische Tauwetter des vergangenen Jahres hatte Kim bei seiner Neujahrsansprache 2018 eingeleitet.

jj/wa/haz (dpa, afp)

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